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19.06.2016

Ein Holzhütte mitten im Tierpark - Kurzurlaub in der Arche Warder

Eben bin ich noch in meinem Schlafsack in einer einfachen Holzhütte zu Pfauenschreien und wiehernden Pferden aufgewacht, jetzt sitze ich schon wieder mit einem Kaffee auf dem Sofa und schwelge in Erinnerungen an ein wunderschönes Wochenende im Tierpark Arche Warder. Tierpark? Wochenende? Holzhütte? Oooooh ja. Aber erstmal ganz von vorne:


Alles begann in diesem Frühjahr mit einem Besuch in der Arche Warder. Mein Freund und ich hatten zum Einzug in unsere Wohnung ein Gutscheinbuch bekommen und wollten einmal freien Eintritt in der Arche einlösen. Ich hatte dort schon in als Teenager, kurz nach der Wieder-Eröffnung im Jahr 2003, ein Praktikum gemacht. Mein Freund kannte nur das alte Gelände aus den 90ern.


Dort angekommen waren wir von dem Park und seinen Tieren total begeistert und lasen uns abends auf der Website noch ein paar Hintergrundgeschichten über die Tiere und die Anlage durch. Dabei stießen wir auf die Möglichkeit in der Arche zu übernachten und malten uns ein schönes Wochenende im Tierpark aus. Aber dann wurde es irgendwie sehr still um den Plan und ich beschloss die Gelegenheit am Schopfe zu packen und meinem Freund eine Übernachtung sowie eine Patenschaft für eine der Nutztierrassen zu schenken. Total begeistert von meiner Idee überreichte ich ihm an seinem Geburtstag die Patenschaftsurkunde für die Turopolje Schweine und einen Picknickkorb. Er begann zu lachen und gestand mir, dass er auch schon für meinen Geburtstag vorgesorgt und zwei Nächte im Park reserviert hatte. Zum Glück hatte ich noch nicht gebucht.


Dieses Wochenende, direkt nach meinem Geburtstag, ging es dann los. Von Freitagabend bis Sonntagmorgen sollte eine von fünf Holzhütten, die man im Tierpark Arche Warder mieten kann, unser Zuhause sein. Wir stiegen vollgepackt mit Schlafsack & Verpflegung ins Auto und machten uns auf den Weg. 
Der Tierpark liegt etwa 20 Minuten von Kiel entfernt auf dem Land und hat sich der Erhaltung von bedrohten Nutztierrassen verschrieben. Anstatt in einem 'normalen' Tierpark erwarten einen hier also weder Elefanten noch Nashörner, sondern viel mehr Orpingtonenten, Pommerngänse, schwedische Linderöd Schweine, Poitou-Esel und Co. Im Prinzip also ein riesiger Bauernhof für Nutztiere, die aus verschiedensten Gründen vom Aussterben bedroht sind - allesamt artgerecht gehalten und an jedem Gehege finden sich Informationen zur Geschichte der Rasse. 


Was mich an der Arche so begeistert, ist, dass man den Tieren sogar im Streichelzoo relativ egal ist, weil das Füttern der meisten Tiere verboten ist und die Tiere, die man füttern darf, sich irgendwie kaum für die Pellets aus der Futtertüte interessieren. Nur ab und an kommt mal ein Tier an den Zaun und lässt sich durchkraulen (abgesehen von den Ferkeln im Streichelgehege, die wollen immer schmusen). Die Gelassenheit der Tiere und die wunderschöne Naturlandschaft, in die der Park eingebettet ist, sorgen für eine wunderbar entspannte und entschleunigte Atmosphäre. 
Zwar sind am Wochenende viele Familien mit Kindern dort, doch durch die weitläufig angelegten Wege verläuft sich alles und es wirkt abgesehen vom Kinderspielplatz, auf dem gespielt und gegrillt wird, fast menschenleer. 


Noch menschenleerer wird es dann gegen Abend, wenn die Familien langsam nach Hause fahren und auch die anderen Spaziergänger sich in Richtung Ausgang bewegen. Irgendwann ist man dann, wenn man Glück hat, ganz alleine mit den Tieren im Park. Bei langsam untergehender Sonne kann man dann nochmal den Grill anwerfen und anschließend ganz in Ruhe über das Gelände spazieren. Dann hat man den Streichelzoo für sich alleine und hört fast nichts außer schnarchende Schweine und gackernde Enten. 


 Zum Schlafen zieht man sich dann zu späterer Stunde und nach einem Gläschen Wein zum Sonnenuntergang in seine kleine gemütliche Holzhütte zurück. Diese ist ausgestattet mit mehreren Matratzen und Laken, einer Steckdose und einer Lampe (sozusagen Interior-Detox für mich ;) ). Die Hütten wurden übrigens vor etwa zehn Jahren von Greenpeace im Park aufgebaut und bieten insgesamt 20 Personen Platz zum übernachten.  


Aufgeweckt wird man morgens von den Rufen der Pfaue und Hähne und von muhenden Kühen.  Wenn man die Tür zur Hütte öffnet gucken einen erstmal unzählige verdutzte Kaninchen an, die wild im Park leben. Fußläufig zu den Hütten kann man sich dann in einer kleinen, aber mit allem Notwendigen ausgestatteten Küche, aus selbst mitgebrachten Leckereien ein Frühstück zusammenstellen und verputzen, während einem ein paar Hühner versuchen etwas abzuluchsen.
Zu den Duschen und Toiletten muss man allerdings einen kleinen Fußmarsch von bummelig 2-3 Minuten (je nachdem wie lange man sich bei den Ferkeln festkuschelt) einplanen. 

Gegen zehn Uhr morgens kommen dann die ersten Gäste in den Park. Dann füllen sich der Grill- und Kinderspielplatz, die direkt vor den Hütten liegen, langsam mit Gästen und man kann den Tag nutzen, um den Park noch einmal genauer zu erkunden und oder aber einen Ausflug in die nähere Umgebung zu machen (fußläufig zum Park befindet sich beispielsweise der Brahmsee mit einer Badestelle zur Abkühlung an heißen Tagen). Ein absolutes Highlight ist auf jeden Fall die Fütterung der Turopolje-Schweine, die ihrem Spitznamen "Schwimmschwein" bei der Fütterung alle Ehre machen. Auch das Schweineland und der Schafsweg sind eine Runde wert. Gegen Abend wird es dann immer ruhiger im Park. Die Kindergeburtstage lösen sich auf und es kehrt wieder Ruhe ein, bis man den Park wieder fast für sich allein hat.


 Am Abreisetag verlässt man seine Hütte dann gegen 10.30 und hat, nachdem alles im Auto verstaut ist, noch einmal Zeit um allen Tieren Tschüss zu sagen und zum Beispiel die kleinen Schweinchen noch einmal hinter den Ohren zu kraulen. Danach hat man noch den halben Sonntag auf der heimischen Couch für sich und kann das Wochenende entspannt ausklingen lassen. Ich muss sagen, ich bin gerade wirklich tiefenentspannt und ein bisschen erstaunt, dass ich nach einem ganzen Wochenende in der Natur nicht einen Mückenstich abbekommen habe :-)


 Liebe Arche: wir kommen auf jeden Fall bald mal wieder für eine Auszeit vom Alltag vorbei. Schön war's!

Alle Informationen zu Anreise & Übernachtungen finden sich auf www.arche-warder.de 

Dieser Post basiert auf einem privaten Ausflug und nicht auf einer kommerziellen Kooperation.
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02.06.2016

"Ich bin ja sooo neidisch!"

Hallo Hallo,

Ich bekomme bei Instagram in letzter Zeit (hauptsächlich seit dem Umzug) immer wieder Kommentare, in denen es um Neid geht. Neid auf meine Schiebetür, Neid auf meinen Balkon, meinen Dielenboden, den Stuck, die Wohnung im Allgemeinen und einige andere Dinge im Speziellen. Ich persönlich finde, dass der Neid die wirklich unschönste Emotion von allen ist. Der Duden definiert das ganze als

"Empfindung, Haltung, bei der jemand einem andern dessen Besitz oder Erfolg nicht gönnt und selbst haben möchte"

Ist das nicht eine ganz grauenhafte Einstellung?

03.05.2016

1 Jahr Mintundmeer!

Juchhu! 
Diesen Blog gibt's jetzt schon ein ganzes Jahr! Damals war ich so unsicher, ob es wohl Sinn macht einen Blog zu starten, habe ewig über den Namen gegrübelt und nach Designs gesucht. Dabei war das nichtmal der erste Anlauf. Während ich noch viel auf Kleiderkreisel aktiv war, habe ich öfters Mal kleinere Artikel für den dortigen Blog geschrieben. Thema auch damals schon: Wohnen! Damals noch vom Schreibtisch meiner ersten WG aus. Ich gab Tipps für den Bau eines Palettensofas und zeigte mein WG-Zimmer bei einer Homestory-Aktion. Das ist jetzt drei Jahre her. 
Dazwischen habe ich noch auf einem Blog mitgeschrieben, der von Mädels auf Kleiderkreisel ins Leben gerufen worden war. Das Projekt entwickelte sich dann aber in Richtung Beauty-Blog und irgendwie war ich nur noch fehl am Platze und stieg aus.
Dann kam irgendwann Instagram & zog mich in seinen Bann. Die Follower kamen und das Bedürfnis in mir wuchs mal wieder mehr als nur Fotos in die Welt zu schicken. Also wurde dieser Blog geboren, der mir wirklich viel Freude bereitet. Inzwischnen ist ein Jahr vergangen, es ist viel passiert und ich freue mich sehr, dass die Besucherzahlen hier stetig ein wenig steigen, die Kommentare mehr werden und habe das Gefühl, dass es richtig war diesen Blog zu gründen. Ich habe über Social Media in nur einem Jahr so viele liebe Menschen kennen und schätzen gelernt, sei es durch Events, spontane Besuche oder den Austausch netter Nachrichten.
Ich bin gespannt, wie es hier in Zukunft weitergehen wird und freue mich auf alles, was die Zukunft noch so bringen wird. Ich hoffe ihr bleibt mir treu und freut euch über meine Beiträge :-)


28.04.2016

Eine Runde Frühling im Glas!

Wenn der Himmel sich etwa alle halbe Stunde in ein apokalyptisches Grau verwandelt und einem Hagel auf den Kopf wirft, dann will man nur noch eins: auf's Sofa, einkuscheln & Tee trinken. Damit man dabei nicht die Jahreszeiten verwechselt, hilft es ungemein einen kleinen Reminder auf'm Tisch stehen zu haben, der einen daran erinnert, dass wir fast Mai haben und der April einfach nur ein bisschen zeigt wie facettenreich er sein kann. Genau den habe ich heute von meiner Mutter geschenkt bekommen: Sonnengelbe Freilandtulpen. Juchhu! Das war hier bitter nötig. 
Und weil ich so glücklich bin, dass ich dank eines Speicherkartenadapters endlich wieder meine uralte Spiegelreflexkamera benutzen kann, deren USB-Anschluss leider kürzlich den Geist aufgegeben hat, gibt's hier die volle Ladung Frühling im Glas zum angucken! :-)






27.04.2016

IKEA Hack - Satztische im Altholz-Look

Moin, lange hat's gedauert, oft wurde nachgefragt und hier ist es endlich: das DIY zu meinen Couchtischen!
Die Couchtischsuche war hier wirklich ein Dilemma. Vieles, was ich schön fand, war schlichtweg unpraktisch oder nicht robust genug. Die schönen robusteren Tische aus schickem Eichenholz waren allerdings ein wenig (sehr!) über'm Budget. Und wer schonmal umgezogen ist, der weiß, dass das Budget ganz schnell immer kleiner wird. Ich bin schließlich bei Pinterest über einen Ikea-Hack gestolpert, den ich euch jetzt mal zeigen will. Ausgangspunkt sind die Satztische Vittjsö von Ikea (wobei ich sagen muss, dass sich grundsätzlich alles aus der Serie perfekt für einen ähnlichen Ikea-Hack eignet), denen ich eine schicke Holzplatte anstatt der serienmäßigen Glasplatte verpasst habe.


Ihr braucht dafür:

- Satztische Vittsjö von IKEA in weiß oder schwarz
- Schalholz
- eine zugeschnittene Schichtholzplatte
- eine Holzleiste
- Schrauben
- Einen Akkuschrauber
- eine Bohrmaschine oder einen Handbohrer
- Schleifpapier (Von sehr grob bis ganz fein)
- einen Schwingschleifer
- Möbelöl/Walnussöl

Erstmal auf zu IKEA. Für knapp 60 Euro bekommt man da die Tische im Zweierpack. Sie sind super leicht aufzubauen, sodass es nach dem Ausmessen direkt weiter zum Baumarkt gehen kann. Dort ist die Auswahl erstmal riesig, aber mit einem geschulten Auge oder einem netten Mitarbeiter and der Hand findet man sich schnell zurecht. In den meisten Baumärkten, kann man sich seine Hölzer direkt auf die gewünschten Längen zuschneiden lassen, das spart einem zuhause lästige Arbeit mit der Stichsäge.  
Ich habe mich für Schalholz entschieden, dass 10cm breit ist. Man kann aber durchaus andere Hölzer nehmen (z.B. dreifach gehobeltes Holz, bei dem man sich das viele Schleifen sparen kann) oder sich für eine ebene Oberfläche einfach Leimholzplatten zuschneiden lassen. Wichtig ist, dass die Platten am Ende folgende Größen haben:

Großer Tisch: 90cm x 4.5cm
Kleiner Tisch: 50cm x 50cm
Bodenplatte: 41cm x 80cm

Wenn man die Tischplatte aus einzelnen Holzlatten baut, müssen diese noch mit einer einfachen Holzlatte verschraubt werden. Diese kann man sich direkt im Baumarkt auf 2x 37cm und 2x 43cm zuschneiden lassen. 
Zuhause dann die Bretter so anordnen, dass die schöne Seite oben liegt und schauen wie die Bretter gut zusammen aussehen. Astlöcher und unebene Stellen zum Beispiel eher als Rückseite nehmen. Wenn alles so aussieht, wie es soll, dann werden die Bretter umgedreht. Dann die Leisten auflegen und vorbohren, anschließend fest verschrauben. Jetzt sind die Platten soweit schonmal fertig!


Nun muss das Ganze nur noch geschliffen und geölt, gebeizt oder lasiert werden wie es euch gefällt. Für ersteres habe ich mit einem Schwingschleifer gearbeitet, der einem eine Menge Zeit spart (sollte man aber möglichst in einer Mietwerksatt oder - wie ich - bei den Eltern auf'm Dorf machen, sonst verscherzt man es sich schnell mal mit den Nachbarn). Als erstes das Holz mit sehr grobem Schleifpapier bearbeiten, um Unebenheiten anzugleichen, dann schrittweise immer feineres Schleifpapier benutzen. Zwischen den einzelnen Schleifschritten immer mal mit einem feuchten Lampen über die Bretter wischen und kurz trocknen lassen - so stellen sich die feinen Holzfasern nochmal auf und das Schleifergebnis wird besser. 
Zum Schluss habe ich das Holz noch ein klein wenig gebeizt und anschließend mit Walnussöl eingeölt, damit es von der Färbung her wärmer wird und besser zu meinem Dielenboden passt. Wenn man die weiße Variante des Tisches nimmt, kann man das Holz aber auch weiß lasieren. Ganz wie es einem gefällt.



Befestigen kann man die Holzplatten dann ganz einfach mit kleinen Metallschellen, die man über die Halterungen für die Glasplatten legt und links und rechts an der Holzplatte festschraubt. So wackelt am Ende auch nichts mehr und ihr habt zwei super schicke und stabile Couchtische, auf denen man auch tanzen könnte, wenn man denn wollte. Und so sieht das Ganze dann am Ende aus:




Viel Spaß beim Nachbauen & bis bald :)