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22.08.2016

Vitra Summer Dinner in Berlin

Oh wie war das schön: am vergangenen Freitag lud Vitra zum Summer Dinner nach Berlin. Das Wetter war perfekt und an einem lauen Sommerabend gab es in der malerischen Kulisse des Halleschen Hauses mitten in Kreuzberg neben leckerem Essen und netten Gesprächen auch noch die neue Accessorie Kollektion von Vitra zu entdecken.
Eigentlich wird diese erst in einigen Wochen auf der Maison&Objet in Paris vorgestellt, aber einer kleinen Runde von Bloggern wurde anlässlich des Summer Dinners schon vorher ein Einblick gewährt. Unter anderem schmückten - neben Klassikern wie dem House Bird - die Tube Vasen der Brüder Ronan und Erwan Bouroullec und wunderschönen Messingkerzenständer und Holzfiguren aus der Feder von Alexander Girard die lange Tafel, an der wir einen wunderschönen Abend mit gutem Essen, ein paar Gläsern Wein verbrachten. Das ganze eingebettet in das wunderschöne Ambiente des Halleschen Hauses in Berlin mit seinen verputzen Wänden, industriellen Details und ganz viel Grün - perfekt! 
Da kann ich euch ein paar Eindrücke natürlich nicht vorenthalten. Also seht selbst:
Bis ganz bald, ihr Lieben!
10.08.2016

There's a new Bar on the Block! + Cocktailrezept

Es hat sich mal wieder etwas getan im Hause Mintundmeer. Rund fünf Monate nach dem Einzug in die neuen vier Wände nehme ich es noch immer mit Ecken dieser Wohnung auf, denen noch der Feinschliff fehlt. Nachdem vor kurzem schon der Flur ein kleines Makeover verpasst bekommen hat, ist diesmal die letzte Ecke im Wohnzimmer schick gemacht worden. Zum Cocktailsessel aus den 50er Jahren gesellt sich seit kurzem eine schmucke neue Hausbar von Normann Copenhagen. 
*Werbung* Das gute Stück nennt sich Block Table und stammt aus der Feder des Dänen Simon Legald, der für Normann Copenhagen schon einige andere Möbel, wie den Toj Garderobenständer designed hat. Das Wägelchen eignet sich sowohl als Servierwagen oder als Beistelltisch in Küche und Wohnzimmer - oder eben als Hausbar. Fündig geworden bin ich nach langer Suche im Onlineshop von Design Bestseller, wo es nicht nur schöne Barwagen gibt, sondern auch so ziemlich alles, was noch so auf meiner Muss-ich-haben-Wunschliste steht. Dort gibt es den Tisch in vielen verschiedenen Farben, sodass es nicht ganz leicht war, sich zu entscheiden. Schlussendlich habe ich ihn dann Schwarz bestellt und habe meine Entscheidung bisher keine Sekunde bereut - in Nebelgrün finde ich ihn allerdings auch sehr schön, passt hier nur leider nicht rein. 
Ich finde er passt mit den schwarzen pulverbeschichteten Elementen und den Holzbeinen ganz wunderbar zum Rest der Wohnzimmermöbel, von denen ja viele ebenfalls in einem matten Schwarz gehalten sind. Durch seine klare Form wirken die Whiskeyflaschen so gar nicht altbacken und eingestaubt, sondern sie werden elegant in Szene gesetzt und es ist sogar noch Platz für ein paar frische Blumen vom Wochenmarkt. Um das ganze Ensemble noch etwas aufzulockern, baumelt der kleine Kay Bojesen Affe lässig am oberen Teil der Bar. 
Den Sessel habe ich mir vor circa zwei Jahren mal über Ebay-Kleinanzeigen gekauft. Damals waren die Beine noch dunkelbraun und der Bezug irgendwas zwischen Gold und Braun mit altbackenem Muster. Das ging so nicht! Also habe ich ihn wenig später zusammen mit meiner Mutter ein wenig aufgemöbelt und zeitgemäß bezogen, abgeschliffen und lackiert. In meiner alten Wohnung war er noch der Hingucker im Wohnzimmer, hier hielt er sich bisher dezent im Hintergrund. Ich freue mich sehr, dass er jetzt in der Kombination mit dem Barwagen dazu einlädt sich auch mal für den ein oder anderen Drink in die Ecke zu setzen.
Apropros Drink. Habe ich euch eigentlich schon meinen Lieblingsdrink für Sommerabende gezeigt, die irgendwie ein bisschen zu herbstlich ausfallen? Nicht? Dann wird's höchste Zeit! Ich habe das gute Stück 'Smooth Peach' getauft und so geht's:

Ihr braucht für 2 Drinks drei Pfirsiche oder fünf Bergpfirsiche, Burbon Whiskey, Zitrone und Eis. Die Pfirsiche werden kurz mit Schale aufgekocht, bis sie sich weich anfühlen. Anschließend abkühlen lassen und pellen. Das Fruchtfleisch pürieren und zusammen mit 4cl Whiskey, Eis und einem Schuss Zitronensaft in einen Shaker geben, gut durchschütteln und anschließend auf zwei Gläser verteilen. Noch etwas Rosmarin als Deko hereinstecken und dann mit Strohhalm eiskalt genießen. Prost!


Dieser Post ist in Zusammenarbeit mit dem Onlineshop Design-Bestseller entstanden. Vielen Dank an dieser Stelle an Sarah für die freundlichen Kontakt! 
04.08.2016

#weekendgetaway Glamping auf dem Aschberg

Was so zwei Tage Urlaub doch bewirken können. Freitag los, Sonntag zurück. Eigentlich nur zwei Nächte, aber Urlaub ist Urlaub. Ich kann nach so einer kurzen Auszeit viel besser durchstarten und habe einen klareren Blick auf die Dinge. Deswegen suchen mein Freund und Ich immer mal wieder nach kleinen Übernachtungsmöglichkeiten im Kieler Umland, wo man sich ohne viel Fahrerei mal eine kleine Auszeit vom Alltag genehmigen kann. Diesmal ging's in (für Schleswig-Holsteinische Verhältnisse) schwindelerregende 97,7m über dem Meeresspiegel zum Glamping auf den Aschberg mitten in den Hüttener Bergen.
Glä-was? Glamping. Setzt sich zusammen aus Glamour und Camping und ist eine etwas luxoriösere Art des Campings. Anstatt Isomatte und Schlafsack gibt es Bettchen, Matratze und die heimische Bettdecke. Alles überdacht von einem schicken Zelt und mit einem tollen Ausblick über Felder, Wiesen und Seen. Ich sag euch: ein Traum!Buchen kann man das ganze über die Globetrotter Lodge auf dem Aschberg. Hier gibt's neben Restaurant, Hotel und schickem Aussichtsturm seit diesem Jahr auch mehrere Zelte, die man mieten kann. Sie bieten Platz für insgesamt etwa 30 Personen - verteilt auf verschieden große Zelte. Man sollte sich allerdings nicht von den super schicken Werbefotos auf der Webpräsenz blenden lassen. Anstatt von Poufs und Fellen erwarten einen weitaus zweckmäßiger, aber nicht minder gemütliche Zelte. Je nach Zelt gibt es ein 140x200cm Bett in einer kleinen Schlafkabine und Beistellbetten als Sitzgelegenheit im Vorzelt. Dazu gibt's Klappstühle und Tisch für die Wiese vor'm Zelt. Die Zelte an sich sind sehr großzügig geschnitten und praktisch aufgeteilt. Gebucht wird einfach über die Website der Lodge. Die Übernachtung gibt's ab 15 Euro pro Person, ich kann allerdings nur dazu raten für ein paar Euro extra das Frühstück dazu zu buchen - ist sehr lecker!In den Zelten schläft es sich sehr gemütlich. Dadurch, dass man ein richtiges Bett hat, gibt's Campingflair ohne die leichten Isomattenrückenschmerzen am Morgen. Ich musste mich in der ersten Nacht erstmal an die ganzen Naturgeräusche um uns herum gewöhnen und bin Nachts mehrmals aufgewacht - es hat allerdings auch geschüttet wie aus Eimern - das wird in so einem Zelt ja gern mal recht laut. Es ist aber alles trocken geblieben! In der zweiten Nacht war ich dann viel entspannter und habe geschlafen wie ein Murmeltier. Da möchte man dann am liebsten immer bei so frischer Luft schlafen, aber da macht einem in der Stadt ja gern mal morgens die Müllabfuhr oder der nächstbeste Presslufthammer einen Strich durch die Rechnung.Fußläufig zu den Zelten gibt's Möglichkeiten zum Duschen und öffentliche Toiletten. Wer sich selbst versorgen will, muss mit Kühlbox und Co anreisen - eine Küche bzw. einen Kühlschrank gibt es nicht. Wer allerdings Grillen will oder abends ein Feuerchen anmachen möchte, kann sich Grill und Feuerschale leihen. Wir waren da eher etwas fauler unterwegs und haben uns Abends im Restaurant der Lodge mit Wildburger und Pommes versorgt (auch sehr lecker!). Mein persönliches Highlight der Lodge ist der Aussichtsturm, von dem aus man bei guter Sicht bis nach Kiel schauen kann. Von dort oben wirkt alles auf einmal ganz klein und gerade bei Sonnenuntergang ist das Panorama einfach nur Atemberaubend.Der Aschberg liegt mitten in den Hüttener Bergen zwischen Rendsburg und Eckernförde und ist mit seinen 97,7 Metern Höhe der elftgrößte Berg in Schleswig-Holstein (süß, oder?). Von Kiel aus ist man über die A7 in etwa einer halben Stunde dort. Total stressfrei. Vor Ort gibt's lauter Kartenmaterial mit Infos über die Gegend, Wanderrouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Längen und allerhand Ausflusgzielen vom Badesee über Museen bis hin zum Wikingerdorf. Alles dabei und man muss sich im Vorfeld gar keine Gedanken machen. Einfach losfahren und dann mal schauen, was man so machen könnte. 
Wir konnten leider nicht so viel wandern, wie wir wollten, weil ich mir gleich am ersten Abend den Fuß verstaucht habe und mir am zweiten Morgen noch einen Hummelstich abgeholt habe (... der mich jetzt noch in den Wahnsinn treibt). Blöd! Nächstes Mal geht's bergauf, bergab und quer durch die Pampa!Die Endmoränenlandschaft der Hüttener Berge sieht fast gar nicht mehr aus wie Schleswig-Holstein und man hat die Chance innerhalb von ein paar Tagen gleich zwei Zehn- und zwei Neuntausender zu besteigen. Das es sich nur um Zentimeter handelt, darf man dabei ruhig mal verschweigen. ;) Dabei schlängeln sich die Wanderwege durch Wälder, vorbei an Wiesen, Knicks und Seen. Gerade im Sommer sollte man sich allerdings vorher gut mit Mückenspray eindieseln, ansonsten freuen sich sämtliche Blutsauger über einen kleinen Snack. Für Badefreunde gibt's hier und da auch eine schöne Badestelle, an der man sich auf dem Weg erfrischen kann.Alles in allem eine wirklich schöne Gegend und eine tolle Erfahrung. Ich kann's nur empfehlen. Wir werden auf jeden Fall nochmal wiederkommen, das nächste Mal vielleicht mit einer größeren Gruppe, einer Gitarre und ausgestattet für einen schönen Grill- und Lagerfeuerabend. Das wird schön! :)
Dieser Post wurde nicht durch die Globetrotter Lodge auf dem Aschberg gesponsert. Der Urlaub wurde aus eigener Tasche gezahlt und dieser Post ist nicht werblich. :)


24.07.2016

Ein neuer Designklassiker im Flur und ein Regal ohne Schrauben

Der Flur ist in der Regel das Erste, was man von einer Wohnung wahrnimmt. Hier tritt man ein, wenn man nach Hause kommt, hier empfängt man Besuch. Hier möchte man nicht von überfüllten Regalen und herumstehenden Dingen erschlagen werden, sondern in Ruhe ankommen können und sofort das Gefühl haben, dass man Zuhause ist. Wie der Rest einer Wohnung sollte auch dieser Raum liebevoll gestaltet, aber dennoch klar strukturiert und praktisch sein. 
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Aber wie stellt man das an? Wenn zwei Menschen zusammenziehen, die beide etwa zwanzig Paar Schuhe mitbringen, dann hat man achtzig Schuhe, die man mal eben unterbringen muss. Die Frage ist bloß: wie? Ein offenes Schuhregal wirkt oftmals überladen und stiftet im eh schon dunklen Flur nur Unruhe. Ein geschlossenes Regal nimmt hingegen viel Raum in Anspruch und die meisten Modelle bieten nicht genügend Platz. Eine ungenutzte Tür in unserem Flur habe ich nun zu einer unscheinbaren Stauraumlösung für unsere Schuhe umgebaut - und das ganz ohne Schrauben.

Wie kommt man zu einer ungenutzten Tür? Ganz einfach: Wir haben unser Schlafzimmer im eigentlichen Esszimmer der Wohnung. Dieses ist sowohl durch eine Tür im Flur, als auch durch die große Schiebetür im Wohnzimmer, begehbar. Für mehr Ruhe im Raum haben wir uns beim Einzug dazu entschieden, die Wand zum Flur mit einem großen Kleiderschrank zu verstellen; somit wurde die Tür unbenutzbar.
Für den Flur war mir wichtig, dass man beim Betreten der Wohnung in einen Raum kommt, der Ruhe ausstrahlt, einen willkommen heißt und in dem nicht viel herumsteht. Die Nische, die durch den Rahmen der Tür gegeben ist, war also perfekt dafür geeignet Stauraum zu schaffen, ohne ein weiteres Möbel in den Flur zu stellen. Wichtig dabei war, dass der alte Türrahmen nicht beschädigt wird. Also entschied ich mich dazu, ein Regal in den Türrahmen einzuklemmen. Die Sicht auf die Schuhe wird durch einen Vorhang verdeckt. Ganz ohne Möbel geht es dann aber doch nicht. Neben dem antiken Kiefernschrank musste auch noch eine Sitzgelegenheit her, auf der man bequem Platz nehmen kann, um Schuhe an- und auszuziehen.
 Ich habe mich hierbei für den DSR von Vitra in Eisblau entschieden. Das gute Stück habe ich freundlicher Weise von smow.de, einem Onlineshop für Designklassiker, zur Verfügung gestellt bekommen. Ich bin schon lange um dieses zeitlose Möbel herumgeschlichen und finde, dass es hier im Flur einen wunderschönen Platz gefunden hat und sich gut in meine Kombination aus altem und selbstgebautem einfügt.
Designklassiker wie dieser passen einfach immer. Ihre Designs haben sich schon über Jahrzehnte bewährt und werden auch in Zukunft aus vielen Wohnungen nicht mehr wegzudenken sein. Egal ob in perfekt gestylten Designerlofts oder, wie hier, zu rustikalem Dielenboden und antikem Schrank. Sie geben einfach jedem Raum etwas besonderes und man weiß, dass sie einen - den schnelllebigen Trends zum Trotz - viele Jahre begleiten werden und nie an Wertigkeit verlieren. Egal ob Eiermann Tisch, Kaiser Idell Lampe oder Thonet Stuhl -  sie strahlen einfach eine zeitlose Eleganz aus. Eine schöne Auswahl an solchen Klassikern, aber auch moderne Designs, die das Zeug dazu haben solche zu werden, finden sich im Onlineshop und in den Ladengeschäften von smow. Einiges davon steht bei mir auch schon auf der Wunschliste!
Betritt man nun die Wohnung, fällt der Blick zuerst auf den türkisfarbenen Samtvorhang mit dem farblich perfekt passenden Stuhl davor - ein absoluter Hingucker, der einen jedoch nicht erschlägt. Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ich durch die Tür komme und genau so sollte es doch sein!
Um das Regal nachzubauen braucht ihr:

- 2 Seitenteile aus Möbelbauplatten
- Einlegeböden aus Holz
- Holzdübel
- Einen Böhrer mit dem Durchmesser der Dübel
- eine Wasserwaage
- einen Zollstock
- Eine Bohrmaschnine
- eine Feile für Korrekturen oder eine Schleifmaschine
- einen Vorhang (hier: Sanela von Ikea)
- eine klemmbare Gardinenstange
Bevor es losgeht, geht es erstmal ans Abmessen. Gerade bei Türen in Altbauwohnugen lohnt es sich mehrfach nachzumessen, da sich die Holzrahmen gerne mal im Laufe der Jahrzehnte verzogen haben. So kann es durchaus passieren, dass der Rahmen links, rechts, vorn oder hinten 1-2 cm höher ist, als auf der jeweils anderen Seite. Aus dem Grund kann ich hier leider keine genauen Maße nennen, denn die werden bei euch in jedem Fall anders sein.

Mit einem Zettel voller Zahlen und Skizzen geht es dann in den Baumarkt. Damit die Seitenteile nicht weiter auffallen, habe ich mich hier für weiß furnierte Möbelbauplatten entschieden. Sie lassen sich gut verarbeiten und passen farblich gut zum Türrahmen, ohne das man sie streichen muss. Diese hier haben mit einer Tiefe von 20cm perfekt in die Nische gepasst. Im Holzzuschnitt habe ich sie mir auf die von mir gemessenen Maße zuschneiden lassen. 
Damit die Regelböden beim Hereinklemmen für die nötige Stabilität des Regals sorgen, sollten diese so zugeschnitten werden, dass ihre Breite plus die Dicke der Möbelbauplatten die Breite des Türrahmens ergibt (Beispiel: Rahmen: 101cm; Möbelbauplatte 1cm Dicke = 98cm Breite der Regalbretter). Sind diese dann doch etwas zu groß geraten, lassen sich einige Milimeter mit einer Feile oder einem Schleifgerät korrigieren. 
Als Auflage für die Bretter eignen sich Holzdübel sehr gut. Es gibt auch Metallstecker, die extra für Regelböden sind, allerdings kosten diese weitaus mehr Geld. 
Eine klemmbare Gardinenstange, die sich auf die Breite der Tür ausziehen lässt, sorgt ebenfalls für Stabilität. Als Gardinenstoff empfehle ich einen schweren, nicht durchsichtigen Stoff. Dieser aus türkisem Samt fällt sehr schön wellig vor dem Regal und verdeckt den Blick auf die Schuhe optimal. 

Zurück aus dem Baumarkt geht es dann nach einer guten Tasse Kaffee ran an den Bau des Regals. Das sollte man am besten zu zweit machen, da einem sonst gut mal was auf den Kopf fallen kann.
Zuerst einmal stellt man die Seitenteile in den Türrahmen und klemmt ein Brett dazwischen. Dieses richtet man mittels einer Wasserwaage so aus, dass es komplett gerade ist und zeichnet entsprechend eine Markierung an den Außenwänden an.
Anhand dieser Linie können nun die Positionen der weiteren Regelböden eingezeichnet werden, ohne das man jedes Mal wieder die Wasserwaage zücken muss (ich habe mich hierbei an der Höhe meiner Schuhe orientiert und beispielweise für High-Tops und Stiefeletten etwas größere Abstände gelassen als für flache Sneakers und Ballerinas). Zum Anzeichnen kann man die Seitenteile auch wieder auf den Boden legen und somit entspannter Arbeiten. 
Anschließend werden anhand der angezeichneten Positionen der zukünftigenRegalbretter im Abstand von 3-4 cm zum Außenrand Punkte eingezeichnet, an denen die Bohrungen für die Holzdübel gesetzt werden. Dabei muss man nur darauf achten, dass auf Höhe der Türklinke kein Regalboden verläuft. Beim Bohren kann man ruhig komplett durch die Bretter hindurchbohren, sollte jedoch dabei darauf achten, dass man etwas unterlegt, damit man nicht in den Fußboden/Tisch bohrt. 
Nun ist das Regal auch schon fast fertig. Die Holzdübel werden in die entsprechenden Löcher gesteckt, die Seitenteile in den Türrahmen gestellt und die Regalbretter eingepasst. Zu guter letzt wird am oberen Rand noch die Gardinenstange mit dem Vorhang fixiert. Fertig! 

Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit dem Onlineshop für Designklassiker www.smow.de entstanden. Vielen Dank dafür!



21.07.2016

Stecklingkreisel auf Instagram

Wer kennt es nicht: man hat eine Pflanze, die man hegt und pflegt und wird damit mit einem Ableger belohnt. Die ersten Male freut man sich riesig, zieht sie heran, topft sie ein und erfreut sich an ihnen, aber irgendwann fehlt einem aber schlichtweg der Platz für die kleinen Pflanzen.
In einem Anfall von Prokrastination habe ich vor ein paar Wochen den Stecklingkreisel bei Instagram ins Leben gerufen. Hier kann jeder seine übrig gebliebenen Stecklinge zu verschenken oder zum Tausch anbieten. Inzwischen haben sich schon etwas über 400 Pflanzenfreunde gefunden, das Getausche ist losgegangen und ich freue mich riesig über die große positive Resonanz!


Das Ganze geht so: Ihr habt einen Ableger, den ihr abgeben möchtet und schickt ein Bild von ihm und eine kurze Beschreibung an den Instagram-Account vom Stecklingkreisel. Ich veröffentliche dann das Bild mit dem Hinweis euch zu kontaktieren, wenn Interesse besteht. Alles weitere liegt dann bei euch. Wichtig ist nur, dass die Pflanzen ausschließlich getauscht oder gegen Erstattung der Versandkosten verschenkt werden. Niemand soll sich hier bereichern :)

Weil es immer wieder Fragen zur Verpackung und zum Versand gibt habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengestellt - wer auch noch Ideen hat, kann sie gern in den Kommentaren ergänzen und ich füge sie hier ein!

1) Versand von kleinen Sukkulenten
Kleine Sukkulenten sind sehr empfindlich und brechen leicht. Daher ist es wichtig sie gut zu puffern - zum Beispiel mit etwas Watte. Zum Schutz stecke ich sie immer noch in eine kleine Pappschachtel (zum Beispiel eine Streichholzschachtel), damit sie nicht vom Gewicht anderer Briefe zerdrückt werden.
Bei der Post gab man mir letztens zusätzlich den Tipp den Beamten am Schalter direkt zu fragen, ob er den Brief schon stempeln könne, so erspart man der Sendung, dass sie noch einmal durch die Postwalze muss.


2) Versand von Grünpflanzenstecklingen
Hierbei kommt es natürlich auf der Art der Grünpflanze an. Meine Grünlilienstecklinge habe ich mit dem Wurzelballen in mit Wasser befeuchtete Küchenrolle gewickelt, und in einen Gefrierbeutel gesteckt (wichtig ist, dass der gut angeklebt wird, damit er nicht tropft). Außenrum habe ich anschließend noch eine Serviette gewickelt, die dem Ableger noch etwas Schutz bietet. Anschließend einfach in einen Briefunmschlag und ab dafür!

Versandkosten:
Wenn der Brief eine Dicke von 2cm nicht übersteigt, bekommt man ihn in der Regel für 1.45 Euro versendet. Wenn man es ganz platt hinbekommt sogar für 85 Cent.
Am besten ist es von Montag-Mittwoch zu versenden, da die Pflanze so nicht über das gesamte Wochenende auf der Post liegen muss und am wenigsten Schaden nimmt.


Ich persönlich finde es immer nett zu den Pflänzchen noch einen netten Brief zu legen, das macht den Tausch oder das Geschenk noch etwas persönlicher. In diesem Brief kann man zum Beispiel Infos dazu unterbringen, wie die Pflanze eingeflanzt werden sollte und wie der Standort beschaffen sein sollte - und natürlich liebe Grüße!



Bei mir sind gerade ein paar Ableger von einer Goetheplanze eingetroffen, die ich direkt mal einpflanzen werde :)
Bis bald!