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23.09.2016

Neues aus der Plantbox!

Das ich vom Urban Jungle Fieber infiziert bin, ist vermutlich allen hier bekannt, oder? Wie gut, dass ich letztens meine Sukkulenten auf die sonnige Südfensterbank umsiedeln musste und dadurch meine Plantbox leer geworden ist. Da mussten dann wohl oder übel neue Pflänzchen her. Da kannste nix machen.
Aber erstmal ganz von vorn: Ich hatte euch hier ja gezeigt, wie ich Anfang des Jahres meine Plantbox mit Sukkulenten und Kakteen bepflanzt habe. Schon damals meinte meine Mutter, dass das nix werden würde. Grund: Wohnzimmer zu dunkel. Pöh! Nix da, dachte ich. Ganz die Rebellin habe ich trotzdem meinen Plan durchgezogen.
Blöde Idee. Mütter haben halt am Ende immer Recht. Die Sukkulenten gakelten so vor sich hin, die Kakteen mickerten auch so rum und irgendwie sah das Ganze nach dem Sommer eher bemitleidenswert aus. Daraufhin hatte ich dann ein Einsehen und die armen kleinen Pflänzchen durften vom Nordzimmer auf die Südfensterbank umziehen, wo sie sich jetzt pudelwohl fühlen und wachsen, was das Zeug hält.

Für die Bepflanzung der Plantbox war nun also wichtig, dass die Pflanzen auch ohne direkte Sonne klarkommen können. Zwar ist das Wohnzimmer nicht zappenduster, aber direkte Sonne ist hier dann doch Mangelware. Also ab ins Gartencenter und beraten lassen! Diese vier sind's geworden:

1) Pilea Libanensis
Was wie Pilea? Die sieht doch ganz anders aus. Nee. Pileas sind nicht immer die kleinen Ufos, die gerade jeder haben will, sondern gehen eben auch so. Als kleiner, vor sich hin rankender, Bodendecker. Insbesondere die leicht silbrige Blattfärbung hat mich hier besonders angesprochen. Ich hoffe sie breitet sich noch etwas in der Plantbox aus und wuchert sich so langsam in und an der Plantbox entlang. Wie alle Pileaarten bevorzugt auch diese einen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung - perfekt geeignet also! 
Gießen sollte man sie mäßig, sodass die Erde zwar feucht ist, sich aber keine Staunässe bildet. 

2) Asparagus
Englischkundige werden jetzt sagen "Asparagus, ist das nicht Spargel?" - äh, ja. Tatsächlich gehört dieses zarte Pflänzchen zur Familie der Spargelpflanzen. Ist aber nur ein Zierspargel. Mir gefällt an dieser Pflanze sehr gut, dass sie so luftig leicht ist. Bisher hatte ich sie gar nicht auf dem Radar, erst beim Flowerworkshop mit der lieben Anastasia von Stilzitat habe ich das zarte Grün kennen und Lieben gelernt. Als die Pflanze dann ganz unscheinbar in der Auslage herumstand konnte ich einfach nicht nein sagen!
Auch diese Pflanze möchte gern an einem hellen Standort ohne direkte Sonne stehen und nicht zu viel gegossen werden.

3) Philodendron
Tja, der Philodendron. Er ist glaube ich eine der typischsten Büropflanzen. Easy zu handeln und fleißig am Wachsen. Aber nicht nur das: Philodendren tun auch was für ein gutes Raumklima. Er gedeiht so ziemlich überall und verzeiht einem auch so manch einen Fehler in der Pflege. Eine perfekte Einsteigerpflanze. Da kann fast gar nix schiefgehen!

4) Phlebodium aureum - Goldtüpfelfarn

Apropos Raumklima: Auch der Goldtüpfelfarn filtert und fleißig die Raumluft und sorgt damit für ein super Raumklima - und seine salbeifarbenden Blätter sind einfach so schön! Ach er ist gut dafür geeignet an einem Ort in der Wohnung zu stehen, der keine volle Sonne abbekommt, sondern eher halbschattig ist. Wie alle Farne muss er stets gut gewässert sein, weshalb ich ihn auch mit einem kleinen Übertopf im Substrat vergraben habe, in dem sich sein Wasser hält. So kann ich ihn ausreichend gießen ohne die anderen Pflanzen zu ertränken.

Um es pflegeleicht zu halten, habe ich die Box dieses Mal mit Blähton gefüllt. Dieser sorgt unten dafür, dass sich keine Staunässe bildet und hält im Umfeld der Pflanzen etwas das Wasser. Die Pflanzen habe ich mit ihren Übertöpfen im Substrat vergraben. So kann ich sie leicht austauschen, wenn eine beispielsweise zu groß wird, und in ihren eigenen Topf umziehen muss. 
Vor dem Eingraben habe ich dann erstmal alle Töpfe angeordnet um zu sehen, wie die Pflanzen von der Höhe und ihrer Blattstruktur zueinander passen. 
Wenn alles angepasst ist, kann man die Pflanzen eingraben. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freue mich schon darauf meinem kleinen Urban Jungle beim Wachsen zuzusehen. Und so schaut es nun aus:








21.09.2016

Kleines Label - große Liebe: Moij Design aus Hamburg

Ich gebe zu: ein bisschen aufgeregt war ich. Vor ein paar Wochen stand mein erster Studiobesuch für Selekkt.com an. Endlich mal über meinen Tellerrand gucken und kreativen Köpfen bei der Arbeit zuschauen - super spannend! An einem unglaublich heißen Sommertag hat es mich nach Hamburg Harburg verschlagen. Dort liegt zwischen Überseehäfen, Güterverkehr und Bahnschienen ein bisschen versteckt das Atelier von Moij Design, dass ich besuchen durfte.
Hinter dem Namen, der übrigens aus dem Plattdeutschen stammt und 'schön' bedeutet, stecken Stine und Angelina. Nachdem sie sich während ihres Designstudiums kennengelernt hatten, stand für die beiden fest, dass sie auch weiterhin zusammen arbeiten wollen würden. So wurde 2013 Moij Design gegründet. Anfangs würde noch auf St. Pauli gewerkelt, seit zwei Jahren sind sie aber nun in Harburg ansässig, wo es keinen mehr stört, wenn es beim Werkeln etwas lauter zugeht. 
In ihrer Werkstatt fertigen sie in Handarbeit ihre Porzellanwaren, wie den Tütei-Eierbecher und ihre Origami-Kollektion, Vasen aus Texilbeton, und kleine Skulpturen, die in Beton gegossen werden. Dazu kommen noch Auftragsarbeiten für besondere Anlässe und die Entwicklung von Möbelstücken. Ach, und einen super coolen 3D-Drucker haben die beiden auch noch am Start! Ihr merkt schon: Die zwei haben breit gefächerte Talente und sind von der filigranen Handarbeit über staubige Handarbeit bis hin zu technischen Finessen für alles zu haben. 
Bei meinem Besuch durfte ich ihnen ein wenig bei der Porzellanproduktion über die Schulter schauen und zum Beispiel sehen, wie ein Tütei-Eierbecher entsteht. Seine Form hat dieser übrigens von den klassischen Eierpappen, deren Form und Oberfläche hierfür in eine Gipsform übertragen wurden. In diese Form wird dann das flüssige Porzellan gegossen. 
Durch die saugfähige Oberfläche der Gipsform härtet das Porzellan dort, wo es Kontakt zur Form hat,  nach wenigen Minuten aus. Der Rest des Porzellans kann dann abgegossen werden und noch ein paar Minuten später hat man dann schon einen kleinen Eierbecher in der Hand. Dieser muss dann nur noch gebrannt, lasiert und nochmal gebrannt werden, bevor er verkaufsfertig ist. Dabei schrumpft er noch ein wenig, da der Wasseranteil im Ofen verbrennt. 
Auf ganz ähnliche Art entstehen die Origami-Stücke, wie zum Beispiel dieser wunderschöne Becher, der bei mir als Becherliebhaberin das Herz hat höher schlagen lassen. 
Hier basiert die Gipsform für das Porzellan auf einer aus Papier gefalteten Vorlage, deren filigrane Details und Optik auch im Porzellan noch zu sehen sind. So wird ein Alltagsgegenstand zum Hingucker! 
Verziert wird das Origami-Porzellan mit kleinen Farbakzenten, die mit Transferpapier aufgetragen werden. Das ganze funktioniert ein bisschen wie Klebetattoos. Die Transferfolie wird angefeuchtet und anschließend auf dem Porzellan zurechtgerückt. Anschließend wird noch einmal gebrannt, wobei das Trägerpapier verbrennt und die Farbe übrig bleibt - und das Ganze ist sogar Spülmaschinenfest!
Für das Weihnachtsgeschäft sind die Beiden übrigens bereits gewappnet: Es gibt unter anderem Fröbelsterne aus Porzellan. Hierzu werden ganz normale Fröbelsterne aus einem besonders saugfägigen Papier gefaltet und anschließend in flüssiges Porzellan getaucht. Beim Brennen im Ofen verbrennt dann das Trägerpapier und es bleiben die filigranen Sterne aus Porzellan, die dennoch die Papierstruktur erahnen lassen. Die Farben kommen hier übrigens nicht durch eine Lasur zustande, sondern durch Pigmente, die dem Porzellan zugesetzt werden. Ich weiß ja nicht wie's euch geht, aber ich glaube, ich weiß, was ich mir dieses Jahr an den Baum hänge!
Na, neugierig geworden?
Ihr findet Stine und Angelia online auf ihrer 
Website moijdesign.de 
bei Instagram als @moijdesign
Kaufen könnt ihr ihre Produkte im Onlineshop bei Selekkt.com


19.09.2016

Urban Jungle Bloggers - Plantselfie!

Na, da haben Igor & Judith sich ja mal wieder was ausgedacht. Diesen September ist Plantselfie-Time! Passend zu den inspirierenden Portraits von Pflanzenliebhabern aus der ganzen Welt in ihrem neuen Buch 'Grüner Wohnen' möchten die zwei diesen Monat noch mehr Gesichter aus ihrer grünen Community, den Urban Jungle Bloggers, sehen. Da ich mich jetzt nicht zu den Selfiequeens zähle, hab' ich so gut es geht mich hinter meinen Pflänzchen zu verstecken und präsentiere euch ein paar meiner liebsten Grünpflanzen.
Als erstes zeige ich euch meine Calathea. Die hab' ich seitdem ich hier in der Wohnung wohne. Ursprünglich sollte sie mal meine Plantbox zieren, aber dafür ist sie zu schnell zu groß geworden. Inzwischen ziert sie die Kommode im Schlafzimmer und bringt dort fleißig neue Blätter hervor, deren Maserung mich immer wieder vor Freude hüpfen lässt. Auf was für hübsche Ideen die Natur doch kommt. Ich fürchte ich muss langsam mal anfangen sie etwas netter zu behandeln und ihr die Luftfeuchtigkeit gönnen, die sie gern hätte. Die Blätter werden am Rand gerade etwas braun - ohje!
Als zweites geht meine Monstera an den Start - wer hat sie nicht heutzutage. Gekauft habe ich sie vor etwa zwei Jahren, aber irgendwie gakelt sie nur so vor sich hin. Ich müsste sie wohl mal an einen helleren Ort stellen, damit sie die schönen Kasettenblätter entwickelt. Aber auf dem Schrank im Wohnzimmer schaut sie einfach zu gut aus. 
Zack, weiter geht's mit meiner Pilea! Die kleine hab' ich nach langer Suche dieses Jahr von einer lieben Freundin zum Geburtstag bekommen. Die ist leider nicht groß genug, um sich hinter ihr zu verstecken, wächst aber fleißig vor sich hin und wird langsam größer. Ich freu mich schon auf ganz viele kleine Pilea-Babys! 
Zu guter letzt: Mein Ficus. Alter Falter ist der inzwischen groß. Also ich habe ihn vor ein paar Jahren schon in groß bei Ebay-Kleinanzeigen gekauft, aber er wächst und wächst und wächst! In meiner alten Wohnung hatte ich ihn einen Sommer auf dem Balkon stehen und das gefiel ihm so gut, dass er im Winter mein halbes Wohnzimmer versperrt hat. Daraufhin isser dann erstmal nach Hamburg gezogen, durfte sich dort austoben und nu ist er wieder hier. Und wächst. Hallo da oben!




01.09.2016

Kleines Label - große Liebe: Annika Schüler Porzellan

Wisst ihr was bei mir immer geht? Helle Töne, wie sie sich an der Küste finden. Zum Beispiel im Sommer, wenn die Sonne sich im flachen Wasser spiegelt und es zum glitzern bringt. Dieses zarte mintgrüne Wasser über einem weißen Meeresgrund, dass man dann sieht, lässt mein Herz höher schlagen. Es ist also vielleicht nicht verwunderlich, dass mich das mich das Porzellan aus der Seegras Kollektion von Annika Schüler angesprochen hat, als es mir auf Selekkt über den Weg gelaufen ist. 
[Kooperation] Ab heute startet hier eine neue Serie "Kleines Label - große Liebe" in Zusammenarbeit  mit dem Onlineshop Selekkt.com. Hier stelle ich euch ab jetzt immer mal kleine Label vor, die dort verkaufen und die mich begeistern. Den Anfang macht heute die Keramikmeisterin Annika Schüler aus München, die über Selekkt.com unter Anderem ihr wunderschönes Seegras Porzellan vertreibt (momentan übrigens in Kombination mit wunderschönen Makramees von Porã Ité - ein Traum!).

Ich liebe bei dem Porzellan aus der Seegras Serie das Zusammenspiel von der leichten Glasur und dem hellen Porzellan, aus der ich nun einen Teller und eine kleine Schale hier habe, aus der es jetzt immer mein Morgenmüsli geben wird. Wie so eine Schale entsteht und was ihre Liebe zum Porzellan ausmacht, das hat mir Annika in einem kleinen Interview verraten, in dem sie uns ihr einmal virtuell über die Schulter schauen lässt.
Liebe Annika, ich freue mich sehr, dass du hier zu Gast bist. Stell dich doch einmal kurz vor und erzähl uns was du machst.

Ich heiße Annika Schüler und bin Keramikmeisterin, arbeite mit Porzellan und stelle Kleinserien von Geschirr und Einzelstücke her.
Dies alles stelle ich in einer Gemeinschaftswerkstatt in der Münchner Innenstadt her und unser Showroom für Schmuck und Porzellan heißt N°10.

Die Arbeit der Keramiker hat eine lange Tradition. Was hat dich dazu motiviert dich in diesem Beruf ausbilden zu lassen?

Eigentlich gibt es für mich kein Schlüsselerlebnis, weshalb ich genau dieses Handwerk erlernen wollte. Ich habe es einfach ausprobiert und es hat mich sofort begeistert. Aber ich kann sagen, das ich das Material schon immer spannend fand.
Was liebst du besonders an der Arbeit mit Porzellan?

Porzellan fasziniert mich, es ich samtweich und wunderschön creme-weiß, ebenso finde ich es toll wie Schritt für Schritt ein Gefäß entstehen kann. Eine sehr sinnliche und kreative Arbeit. Die Vielseitigkeit an Tonarten, Glasuren und Brenntechniken lassen mir nahezu unbegrenzte Möglichkeiten offen, um auszuprobieren, zu forschen, zu spielen. Das Keramik - Handwerk überrascht mich immer wieder aufs Neue und das liebe ich.
Du arbeitest viel mit hellen Farbtönen und fertigst schlichte, moderne Keramiken. Ich bin hin und weg von den Farben der Seegras Kollektion. Was hat dich hierfür inspiriert?

Diese Glasur habe ich durch Zufall entdeckt, ausprobiert auf Porzellan und mir hat sie sofort super gut gefallen. Die Farbe kommt tatsächlich nur auf Porzellan so zur Geltung, auf anderen Tonarten, schimmert sie nicht so und ist nicht so rein in ihrer Farbe. Meine Assoziation zu der Farbe war sofort "Urlaub" und "Meer". Ich mag die Tropfenbildung und den Kontrast zwischen Farbe und Material.
Welchen Prozess durchläuft z.B. die Seegras Schale in der Produktion?

Die Schale wird gedreht, ist dann naß und muss erst trocknen, bevor sie im lederharten Zustand weiterverarbeitet werden kann. Nach Bearbeitung der Unterseite des Gefäßes muss dieses ganz trocken. Dann kommen die trocknen Stücke in den Brennofen und werden bei 920° gebrannt (den Vorgang nennt man "schrühen") Jetzt ist das Gefäß stabiler aber nicht dicht sondern noch porös. Bevor man die geschrühten Stücke glasiert, kann man sie mit Schleifpapier überarbeiten. Sobald die Stücke mit Glasur überzogen sind, werden diese wieder in den Brennofen gestellt und bei 1240° gebrannt (Glasurbrand).
Schrühbrand und Glasurbrand brauchen durch langsames aufheizen und abkühlen zwischen 2 und 3 Tagen. Es braucht eine bestimmte Zeit um ein fertiges Stück in den Händen halten zu können. Ein bisschen wie Zauberei. 
Vielen Dank für diesen schönen Einblick in deine Arbeit, liebe Annika - es grenzt tatsächlich ein bisschen an Zauberei, was du da schaffst! Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, mal bei Annika vorbeizuschauen, und ihre Werke zu bestaunen, dann könnt ihr das hier tun:

Showroom No10, Schraudolphstr. 10 in München

Ihre Produkte vertreibt sie aber auch online via Selekkt 

und bei Instagram findet ihr sie unter @annikaschueler_porcelain

Photocredits:
Bilder 1,2,5,8 Johanna Misfeldt
Bilder 3,4,6,7 Annika Schüler Porzellan

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Selekkt.com entstanden.
30.08.2016

Neu im Bücherregal - The Kinfolk Home

Naja, vielleicht nicht umbedingt im Bücherregal - dafür ist es viel zu schön. Lieber solo auf einer Anrichte, als Coffe Table Book, oder im Konvolut mit Vasen, Kerzen und Co. Aber nicht nur von außen kann das gute Stück, dass kürzlich auch auf Deutsch im Knesebeck Verlag erschienen ist, punkten, sondern auch von innen.