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26.11.2016

Ein wilder, weihnachtlicher Kranz

Nachdem ich im letzten Jahr meinen Kranz aus Sukkulenten hatte, wollte ich mich in diesem Jahr eigentlich mit einem Kranz aus Eukalyptus und Hagebutten versuchen. Aber es kam alles anders, als gedacht. Entweder Eukalyptus war ausverkauft, oder aber viel zu teuer. Also musste umdisponiert werden und ich habe einfachen Buchsbaum gekauft - Tanne kommt mir nämlich nicht auf den Tisch.
Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich keine Ahnung von dem habe, was ich da zusammengewickelt habe. Jeder vernünftige Florist würde vermutlich die Hände über'm Kopf zusammenschlagen, mich schütteln und alles nochmal ordentlich machen. Deswegen gibt's auch kein DIY, sondern nur ein paar Bilder für alle, die noch unentschlossen sind, was ab Sonntag ihren Tisch zieren soll. Mein Kranz besteht aus einfachem Grün, ein paar kleinen roten Beeren und viel mehr auch nicht.
Ich habe erstmal das Grün zu einem lockeren Kranz gebunden, und anschließend die roten Beeren eingearbeitet. Durch die recht lockere Bindung sieht das gute Stück etwas wild aus, aber genau das mag ich sehr. Die Kerzen stehen einfach in der Mitte des Kranzes - die leeren Räume zwischen Kranz und Kerzen habe ich mit kleinen Holzäpfeln gefüllt.
Ich finde das gute Stück wirklich schön, auch wenn es mir fast ein bisschen groß geraten ist. Aber Hauptsache er passt noch auf den Tisch, oder?

24.11.2016

Whalewatching vor La Gomera

Letzte Woche habe ich ja schon meinen Travelguide für La Gomera gepostet - jetzt möchte ich nochmal gesondert auf mein persönliches Highlight der Reise eingehen: Whalewatching vor La Gomera! Ich muss gestehen, dass ich im Vorfeld mit nicht allzu vielem gerechnet habe. Vielleicht mit einer Rückenflosse hier und einem hüpfender Delfin da - alles andere schien mir utopisch. Aber für knapp 40 Euro vier Stunden auf See mit Badestopp und leckerem Essen klangen auch so verlockend.
Morgens um 10 Uhr ging es dann vom Hafen Playa de Santiago aus mit der "Tina" auf See. Das Meer war unglaublich ruhig, sodass die Crew in ihren Ferngläsern schnell vermeldete "Wir sehen dort hinten den Blas eines Pottwals". Alle an Bord guckten gespannt in die Ferne und langsam näherten wir uns den Tieren. Je näher wir kamen, desto besser konnte man Details erkennen. Wo erst nur diffuse Fontainen zu sehen waren konnte man langsam die Rücken der Wale ausmachen, die friedlich auf und abtauchten.
Wie sich kurze Zeit später herausstellte, waren es einige erwachsene Pottwale und ein Kalb. Das Boot näherte sich den Tieren weiter und stellte schließlich den Motor ab, damit wir uns einfach treiben lassen konnten und die Tiere so wenig wie möglich störten. Während Mama und Papa Wal sich in Anbetracht des Eindringlings aus Metall aus dem Staub machten, war das Kalb etwas neugieriger. Es kam direkt an unser Boot und tollte ein bisschen um es herum. Im kristallklaren Wasser konnte man das Kleine perfekt sehen und obwohl ich mir gesagt hatte, dass ich den Moment genießen will, sind mir ein paar schöne Schnappschüsse gelungen.
Ich war wirklich so, so, so aufgeregt! Ich bin schon immer von Walen fasziniert gewesen, hatte bisher abgesehen von ein paar Tümmlern vor Sylt noch nie einen echten Wal gesehen. Und dann gleich so nah! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Und dann stand ich auch noch genau da, wo das Kalb um uns herum tollte. Ich werde immer noch ganz emotional, wenn ich daran denke. Vermutlich war das so ein Erlebnis, an das man noch viele viele Jahre zurückdenkt. Wirklich einmalig und unglaublich schön. Im Nachhinein habe ich übrigens noch dieses Video entdeckt, dass die Crew   währenddessen aufgenommen hat, da bekomme ich immer noch Gänsehaut bei.
Und schwupp, war der Moment dann auch schon wieder vorbei. Und wir waren gerade einmal am Anfang unserer Tour und es lagen noch fast drei Stunden auf See vor uns. Nachdem alle Pottwale außerhalb unserer Sicht waren und sich auch ein Delfin, den während unseres Pottwalbesuchs fast niemand beachtet hatte, wieder aus dem Staub gemacht hatte, fuhren wir weiter - immer auf der Suche nach dem nächsten Wal. Und während ich noch dabei war zu verarbeiten, was ich da gerade gesehen hatte, waren wir auch schon umzingelt von einer Gruppe Pilotwale, zu denen sich wenig später noch ein paar Delfine gesellten.
Es waren am Ende so viele Tiere, dass wir mit dem Schiff nicht weiterfahren konnten, weil uns zu allen Seiten der Weg abgeschnitten war. Das fällt dann wohl unter die Kategorie 'Luxusprobleme'. Aber wir mussten ja nun einmal weiter. Denn neben den Meeressäugern (die wir auch nicht länger stören wollten) stand ja auch noch eine Mittagspause mit Badestopp und Mittagsbuffet auf der Agenda. Auf dem Weg in eine ruhige Bucht wurden wir allerdings noch einmal von ein paar Pottwalen begleitet, die es sich nicht nehmen ließen uns noch einmal ihre Schwanzflosse zu präsentieren, bevor sie in die Tiefen abtauchten.
Wir fuhren die Küste entlang und ankerten schließlich in einer kleinen Bucht, umgeben von steilen Felsen, die ins Meer ragten. Auf dem Weg dorthin gab es zwar kaum noch Wale zu sehen, dafür legte die Besatzung schon einmal mit dem Ausschank von frischem Sangria los - zwar kein Ersatz für das kleine Pottwalkalb und seine Freunde, aber gut genug, um über den 'Verlust' hinwegzutrösten.
In der Bucht wurde dann der Grill angefeuert und für uns Gäste ging es erstmal ab ins Wasser - schwimmen, schnorcheln, entspannen. 
Anschließend gab es dann ein leckeres kanarisches Buffet und frischen Thunfisch vom Grill. Alleine dafür hätte sich die Fahrt schon gelohnt. Das es dann noch Wale zu sehen gab und Delfine und das man vier Stündchen auf einem gemütlichen Boot verbracht hat - perfekt! Sollte es euch also mal nach La Gomera verschlagen, zögert nicht lange und bucht so eine Tour - es ist wirklich ein schönes Erlebnis. 
Unsere Fahrt haben wir mit Exkursionen Tina gebucht - es gibt vor Ort allerdings auch andere Anbieter. Ich kann diesen allerdings wirklich empfehlen. 



10.11.2016

Travelguide La Gomera

Eins sei vorweg gesagt: Für Menschen mit Höhenangst und unsichere Autofahrer ist diese Insel nichts. Allen anderen kann ich diesen 370 Quadratmeter großen Fels im Atlantik wärmstens empfehlen! Alle Infos zu meinem Trip auf die Kanareninsel gibt's hier jetzt gebündelt in einem kleinen La Gomera Travelguide!


02.10.2016

Flohmarktfundstücke vom 02.10.2016

Wie bereits in meinem letzten Post angekündigt: heute war mein Lieblingsflohmarkt! Pünktlich um 6:45 klingelte der Wecker und ich habe mich aufgemacht an die Kieler Hörn - also den innersten Zipfel der Kieler Förde. Als ich ankam war es noch nicht ganz hell, die Möwen kreisten aber schon über dem Wasser und an den Ständen tummelten sich nur ein paar Menschen. Ich nehme es gleich vorweg: den hellgrauen langen Wollmantel gab es auch heute nicht - aber ich geb' nicht auf!
Dafür gab es ein paar kleine Accessoires für die Wohnung, die eher Zufallsfunde waren. Aber das sind ja meist die besten Dinge.
Ich muss ja gestehen: der Messingtrend hält bei mir weiterhin an. Nicht im großen, aber in kleinen Details. Ich mag das Warme dieses Metalls und finde den goldenen Schimmer gerade jetzt im Herbst sehr schön anzusehen. Es passt sowohl gut zu den schwarzen Möbeln im Wohnzimmer, als auch zum hellen Schlafzimmer. Als hätte ich geahnt, was ich heute finden würde, habe ich vorgestern meine Sinnerlig-Nachttischlampe mal wieder gegen die alte Schreibtischlampe aus Messing getauscht und dachte mir noch, dass ein kleines Messingdetail noch gut auf den Nachttisch passen würde.
Da kam diese kleine Glasbox mit Messingbeschlägen natürlich wie gerufen. Ich schleiche schon länger um solche Kästchen herum, konnte mich bisher aber nicht entscheiden, ob ich sie als Gewächshaus, oder als kleine Schmuckbox haben möchte. Die Entscheidung wurde mir dann heute abgenommen. Find' ich gut! Das schöne an dieser Box ist, dass man sie sowohl zum hinstellen nehmen kann, als auch zum an die Wand hängen. Ich werde sie wohl ersteinmal hinstellen und für Schmuck und Kleinkrams auf dem Nachtschrank nutzen.
Apropos Messing. Eine Sprühflasche für meine Pflänzchen habe ich jetzt auch schon länger gesucht. Jetzt hab' ich sie gefunden und ihr nicht allzu schöner Vorgänger aus Plastik kann wieder in der Versenkung verschwinden. Ab jetzt werden meine Pflänzchen stilvoll besprüht. Ob sich das wohl auf's Wachstum auswirkt?
Zu guter Letzt musste noch dieser Kristall mitkommen. Die Farbe passt super zu dem Kaleido von Hay und er ist mir irgendwie gleich ins Auge gesprungen. Mal schauen wo er ein Plätzchen findet.
Ich habe bezahlt:
Glasbox: 2 Euro
Sprühflasche: 2,50 Euro
Kristall: 1 Euro

Nächste Woche ist dann erstmal Flohmarktpause, aber vielleicht präsentiere ich euch dann mal ein paar Alltime-Favourites meiner Flohmarktfunde. Habt noch ein schönes Wochenende!

28.09.2016

Flohmarktfundstücke vom 25.09.2016

Es wird Zeit für eine neue Kategorie: Flohmarktfundstücke! Eigentlich ist es schon längst überfällig, dass ich mal eine meiner größten Leidenschaften mit euch teile. Für mich gibt es an einem Sonntagmorgen fast nichts schöneres als in den frühen Morgenstunden über die Flohmärkte in Kiel und Umgebung zu spazieren und nach schönen Dingen Ausschau zu halten. Dieses Wochenende war der letzte große Flohmarkt des Jahres in der Kieler Innenstadt. Der findet von April bis September immer am ersten Sonntag im Monat statt und wenn sich jetzt alle wundern, weil Sonntag der 25.09. war: Im September dreht er am letzten Wochenende sozusagen nochmal 'ne Ehrenrunde vor der Winterpause. Zusätzlich war noch Flohmarkt bei Famila in der Wik.

Eigentlich geh' ich ja immer los und such' was bestimmtes. Momentan seit etwa drei Monaten eine etwa Knielange hellgraue Strickjacke. Die hab' ich auch diesmal nicht gefunden, aber vielleicht kann ich mir die bald selbermachen. Ich bin jetzt nämlich stolze Besitzerin eines kleinen Webrahmens. Nein Spaß - für Klamotten wird's nicht reichen, aber ich will ja schon länger mal einen schmucken kleinen Wandteppich haben. Mit dem könnt's jetzt klappen - zumal neben allem Zubehör auch die Anleitung mit dabei war. Und ein Übungsteppich ist schon eingespannt!
Das gute Stück habe ich einem kleinen Mädchen für 3 Euro und einen verwirrten Blick ihrerseits "Was will die damit?" abgekauft. Und ich freu mich wie Bolle, das wird ein tolles kleines Projekt. Fehlt nur noch die passende Wolle!

Apropos Wolle: meine neue Lieblingsjacke hab' ich auch noch gefunden. Sie ist zwar nicht knielang und auch nicht hellgrau, Liebe war's trotzdem auf den ersten Blick! Ja, ich weiß Klamotten vom Flohmarkt ist nicht jedermanns Sache, aber für mich ist es nicht nur eine Geldfrage, sondern auch eine Überzeugung. Ich finde den Gedanken schön Kleidung ein zweites Leben zu geben und mich abseits der ständig wechselnden Trends in den Schaufenstern zu bewegen. Ich kaufe mir das, was mir gefällt und was meinem Stil entspricht. Dazu kommt, dass man auf dem Flohmarkt ganz oft Dinge findet, die man in den üblichen Läden gar nicht bekommen hätte. Aber nun zurück zum Lieblingsmantel - und ja, das kann ich schon nach nur drei Tagen sagen. Diese Jacke ist so bequem. Ob als Wintercardigan oder als lockere Übergangsjacke für den Herbst. Sie ist perfekt!
Dazu gab's noch diese schicke Bluse von Monki in zartem Rosa und  - allerdings nicht im Bild - eine coole Haaremshose von Mango.

Bezahlt habe ich:
Mantel von Westhill Redbird: 6 Euro
Bluse von Monki: 3 Euro
Hose von Mango Suit: 5 Euro

Nächste Woche berichte ich euch dann von meinem allerliebsten Flohmarkt auf den ich mich schon sehr freue. Der findet diesen Sonntag, den 2.10. an der Kieler Hörn - also direkt am Wasser - statt. Bis dann!