Holz und ganz viel Hygge - Franzi und ihr Onlineshop Holzdesignpur



Vor einigen Wochen war ich zum Instadttreffen in Weimar - neben alten Bekannten und offline Gesichtern hinter online Profilen lernte ich dort auch die liebe Franzi vom Onlineshop HolzDesignPur kennen, die uns in den Designapartments von Mark einen spannenden Vortrag über das skandinavische Lebensgefühl "hygge" gehalten hat. [Werbung/ Product Placement]

Doa legst di nieder!


Im Gäste- und Arbeitszimmer hier in der Wohnung hat sich in letzter Zeit einiges getan. Erst zogen Pflanzen ein, dann gab es ein neues Regal und jetzt habe ich endlich ein ein passendes Schlafsofa gefunden, jippie!
[Werbung/ in Kooperation mit Otto.de]

Sweet dreams are made of Schramm

Someday, someday, das habe ich gedacht, als ich diesen Traum von einem Bett im Showroom der Schrammwerkstätten in Winnweiler gesehen habe. Und ich habe euch ja auch hier schon davon vorgeschwärmt. [Werbung]

Über Verantwortung.

Ich habe vor ein paar Wochen eine Mail bekommen, in der ich im Namen des Landesbeauftragten für politische Bildung zu einem Instawalk im Landtag eingeladen wurde, inklusive einer Diskussionsrunde mit Abgeordneten der im Landtag von Schleswig-Holstein vertretenen Parteien und anschließender Abendveranstaltung zum Thema Fake News und Wahlkampf 4.0.

Ohne zögern habe ich zugesagt. Warum? Weil ich es wichtig finde, dass man als "Influencer" (grausames Wort, im Übrigen) seine Reichweite ausnutzt, um auf das wichtige Thema Wahl aufmerksam zu machen. Meiner Meinung nach hat man nämlich ab einer gewissen Reichweite (ob man da jetzt bei 50 Followern oder von 50.000 spricht ist im Prinzip Wurscht) auch eine Verantwortung. Je größer die Reichweite, desto größer die Verantwortung.


Herbststurm an der Ostsee


Letzte Woche war ich mal wieder für ein paar Tage in Ahrenshoop und auch wenn ich jetzt schon zum vierten Mal dort war, werd' ich diesem Fleckchen Erde nicht überdrüssig. Im letzen Jahr waren es konstant über 20 Grad, ich lag am Strand und kam braungebrannt zurück nach Kiel. Und dieses Jahr? Hebst pur, inklusive dem ersten Herbststurm mit dem Namen Sebastian, der 2/3 des Aufenthalts mein Haarstyling übernommen hat.

Mintundmeer im Münsterland



Letzte Woche war ich im Münsterland unterwegs, und ich durfte euch nicht sagen, was ich der gemacht habe. (Was mir übrigens nicht leicht gefallen ist, weil es so viel spannendes zu sehen gab!) Grund dafür: nigelnagelneue Produkte von "now! by hülsta", mit denen ich arbeiten durfte. Denn Hülsta hat jeden Herbst eine riiiiesige Hausmesse mit Gästen aus der ganzen Welt, die am Firmenstandort Stadtlohn im schönen Münsterland stattfindet. Und dort steht am Eingang ein sogenannter "Cube" - das ist ein begehbares Zimmer, dass immer in den neusten Produkten von Hülsta eingerichtet wird, in diesem Jahr mit den Produkten aus der "now! Match"-Kollektion. [Ich wurde für diese Kooperation zu Hülsta eingeladen - dieser Text ist mitunter werblich]

Auf nach Estland mit #visitestonia


Vor circa fünf Wochen lag ich noch am Strand von Tallinn, bin durch alte Gassen getingelt und durch einen der estnischen Nationalparks gewandert. Wie die Zeit doch wieder rennt. Jetzt ist es schon September und ich sitze hier mit Wollsocken und Strickpulli am Schreibtisch und würde mich am liebsten zurückbeamen. 

Hej Kiel: Skandinavisches Design shoppen bei ROOM


In Kiel gibt es nicht viele Geschäfte, die meinen Geschmack, was Einrichtung angeht, treffen. Ein Laden, bei dem ich allerdings immer fündig werden könnte, ist ROOM im Knooper Weg 109. Hier drücke ich mir gern die Nase an der Schaufensterscheibe platt, träume von einem Sofa von HAY oder komme auf einen kleinen Schnack mit Besitzerin Elisabeth vorbei, die ich kenne, seitdem ich im letzten Jahr für einige Zeit dort gearbeitet habe.

Ein Wochenende mit Freunden - das Insta(dt)treffen in Weimar

Ich habe grundsätzlich immer ein bisschen Angst vor Bloggertreffen. Ich habe oft das Gefühl, das ich mich verstellen müsste um cooler zu wirken, um in diesem Bloggeruniversum zu passen, das ich nicht einfach ich sein kann. Hochglanzveranstaltungen, auf denen alle schick rumlaufen sind nicht meine Welt. Dazu geht es oft um Zahlen - wer hat mehr Follower, wer influenct hier besser? Dabei kann man doch mit 100 oder 100.000 Followern eine tolle Inspiration für andere sein.

Meine neue Bücherwand im Arbeitszimmer + Ordnung im Regal Dank DesignDeli

[enthält Werbung] Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich liebe Bücherwände. Bücher soweit das Auge reicht und das am Besten bis unter die Decke. Eine private Bibliothek. Herrlich. Und was habe ich bei Pinterest gepinnt, Skizzen angefertigt und gegrübelt, wie auch ich mir sowas schönes basteln kann. Mein Traum war dabei die ganze Zeit eine Regalwand von String. Ganz schlicht und trotzdem schön. Dieser Traum ist jetzt wahr geworden!

Make Urban Gardening Great Again - zu Besuch bei Rankwerk


Es ist schon witzig, auf welche Weise man den Leuten, mit denen man Abi gemacht hat, wieder über den Weg läuft. Als ich letztens so durch Instagram gescrollt habe, hab' ich das Startup "Rankwerk" entdeckt. Angetan von dem Konzept habe ich mich so durch deren Profil und Website geklickt und auf einmal dachte ich mir, "Moment mal, das Gesicht kennste doch!" - Hinter dem Startup steckt nämlich unter anderem Lasse, mit dem ich 2010 mein Abi gemacht habe. Lang, lang ist's her.

Eine Plantbox für den Balkon



Wisst ihr, was ich an meinem Balkon so richtig gut finde? Das er nach Süden rausgeht. Da muss man zwar ständig gießen, aber ich kann endlich mal Tomaten anbauen! Ich hatte ich meiner alten Wohnung einen Nordbalkon und auf dem wuchs außer Farnen und ein paar Schattenblümchen nix. Das war auch irgendwie schön, aber ich habe es echt vermisst mir was leckeres anbauen zu können. [Werbung]

Hallo Balkonien!

Eigentlich war dieser Post für Mitte April geplant, aber dieses Wetter. Ach, dieses Wetter. Jetzt, Mitte Mai, liegt langsam der Sommer in der Luft. Also schnell raus ins Sommerwohnzimmer: Balkonien ist eröffnet! Meine Pläne habe ich euch ja letztens schon hier gezeigt, jetzt geht's ans Eingemachte. Und das mit freundlicher Unterstützung von www.otto.de. Juchhu! [Kooperation]

Tschüss Wuselecke, hallo Designpiece!

Wer kennt nicht diese Klamotten, die man kurz anhatte, die noch völlig o.k. sind, aber die man auch nicht zurück in den Kleiderschrank räumen möchte? Viele Menschen haben für den Zwischenhalt vor'm Wäschekorb "den Stuhl". Ihm wurden schon haufenweise Artikel gewidmet und es ranken sich unzählige Geschichten um diesen ganz bestimmten Ort, den es in so ziemlich jedem Schlafzimmer gibt. [Werbung]

Ich hab' 'nen Vogel.

Genauer gesagt vier. Also ich hatte vier. Hoffe ich. Ihr habt es vielleicht schon mitbekommen: auf meinem Balkon hatten sich im März ein paar gefiederte Untermeiter einquartiert, die nicht vorhatten Miete zu zahlen. Falls ihr auch das Problem habt - ich habe meine "Leidensgeschichte" mal aufgeschrieben, vielleicht ist es für den ein oder anderen hilfreich.

Urban Jungle auf dem Schreibtisch

Als vor einiger Zeit die Anfrage von Etsy.de kam, ob ich mir vorstellen könnte einen Ort in meiner Wohnung zum Thema "Urban Jungle" zu stylen musste ich gar nicht lange überlegen und habe sofort zugesagt - schließlich sind Pflanzen immer eine gute Idee und bei Esty findet man immer etwas schönes - immerhin ist es der größte Online-Marktplatz für Design, Handgemachtes und schmucke Vintageteile. Schnell war auch ein Plätzchen gefunden, dass dringend mal einem kleinen Makeover unterzogen werden musste: mein Homeoffice. [Kooperation]

1000 Gute Gründe für Osterdeko im Treppenhaus!

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich finde, dass Treppenhäuser immer viel zu langweilig sind. Bei mir stehen immerhin ein paar Blumen in den Fenstern, aber ansonsten ist es doch eher trist. Dabei könnten wir alle etwas dazu beitragen, dass es besser wird. Zum Beispiel mit diesem schönen Kranz, den ich in der Kreativwerkstatt von BLOOM's in Minden für 1000 Gute Gründe basteln durfte.
Das gute Stück zaubert ein bisschen Farbe an die Haustür und ist mit den echten Narzissen, die es sich in den Eierschalen bequem gemacht haben, auch ein ziemlicher Hingucker. [Kooperation]
Bild: 1000 Gute Gründe

Warten auf Balkonien...

Jippie, es dauert nicht mehr lange bis zum Sommer. Die Sonne beginnt langsam zu wärmen und es wird Zeit den Balkon fit zu machen. Eigentlich. Denn bei mir muss der Balkon gerade noch ein bisschen länger im Winterschlaf verharren. Ich habe nämlich ein Taubennest unter meinem Daybed und bis die Kleinen flügge sind, muss ich nun leider warten.

Designgrüße aus Frankfurt!

Vor zwei Wochen hat es mich in den südlicheren Teil Deutschlands verschlagen - genauer gesagt: Nach Frankfurt. Oder, wie man auch sagen könnte, nach Mainhattan. Der einzigen Stadt in Deutschland mit Wolkenkratzern. Grund dafür war eine Einladung des Radisson Blu, das zusammen mit dem Magazin WohnIdee etwas zu feiern hatte: die Einweihung von zwei nagelnagelneuen Designsuiten im Frankfurter Hotel von Radisson Blu. Jippie! [Kooperation]
Ich habe mich also von Kiel aus auf die Socken gemacht. Schlau, wie ich eben bin, habe ich mir extra den einen Zug herausgepickt, bei dem ich nicht umsteigen muss. Von Kiel aus fährt man nämlich ganze fünf Stunden. Eben dieser Zug kam dann allerdings erst nach Mitternacht in Frankfurt an und ein netter Taxifahrer, der mir im Herumfahren auch gleich noch eine kleine Stadtrundfahrt verpasste, brachte mich übermüdetes Etwas ins Hotel. Auf dem Weg dorthin ließen sich in der Dunkelheit schon die Hochhäuser erahnen und ich war schon etwas aufgeregt, wie das wohl bei Tag aussehen würde. In meinem Zimmer im 10. Stock bin ich aber trotzdem erstmal ins Bett geplumpst und habe geschlafen, wie ein Stein.
Am nächsten Morgen habe ich dann sofort die Gardinen aufgerissen und den Ausblick bei einem Kaffee (jedes Hotel sollte eine Kaffeemaschine auf dem Zimmer haben!) genossen. Die Sonne schien genau auf mein Bett und ich habe mich gefühlt, als wäre ich in New York erwacht.
Auf Anraten einer Freundin habe ich mich dann dann aufgemacht zum Pool - der liegt nämlich im 18. Stock des Hotels und man hat einen unglaublichen Blick über die ganze Stadt. Außer mir war am Sonntagmorgen natürlich niemand dort und ich konnte den Moment voll und ganz genießen und ein paar Bahnen ziehen, bevor mich der Hunger langsam gen Frühstück trieb.
Um 13:00 war es dann soweit: es ging in die erste der zwei neu gestalteten Suiten des Radisson Blu. Bei Fingerfood und Kaffee gab es dort so einiges zu bestaunen. Die "Modern Serenty" Suite ist eher in weiblicheren, pastellen Farben gestaltet - wohingegen die "Classic Monochrome" Suite hingegen in einem dunklen, maskulinen Design gehalten.
Ich fand es vor allem faszinierend, dass beide Suiten trotz eines identischen Grundrisses, völlig unterschiedlich aussahen und auch größentechnisch ganz anders wirkten. Während die "Modern Serenity" Suite sehr weitläufig und luftig gestaltet ist, hat die "Classic Monochrome" Suite eher den Touch einer kompakten, maskulinen Kuschelhöhle. Beides sehr stilvoll - wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich aber glaube ich die "Modern Serenety" Suite nehmen. Allein schon, weil ich mich Hals über Kopf in das Sofa von Machalke verliebt habe.

Dennoch haben beide Suiten etwas gemeinsam: Sie sind voll mit einem frischen Mix aus Designklassikern, wie Lampen von Louis Paulsen, den Hoptimisten oder Accessoires von Kay Bojesen, und modernem Design - zum Beispiel von Montana Furniture und Konstantin Slawinski.
In der "Modern Serenety" Suite finden sich viele verspielte Details, wie die Karaffe von Hübsch Interior ...
... und andere abgestimmte Accessoires, wie hier auf den Beistelltischen von FORMvorRAT
Neben viel modernem Design finden sich auch einige Klassiker, wie der Hippo von Kay Bojesen, der als freundlicher Handtuchhalter bereit steht.
Und noch etwas haben beide Suiten gemeinsam: sie wurden ausgestattet mit Betten aus dem Hause Schramm. Wer Schramm nicht kennt: das sind die Macher von Matratzen, die sich anfühlen, als würde man auf Wolken liegen (ich übertreibe an dieser Stelle nicht!). Vorausgesetzt, dass ich nicht irgendwann einmal im Lotto gewinne, werde ich von so einem Bett aber erstmal nur träumen können. Denn bei Schramm wird seit drei Generationen alles von Hand gemacht - vom Federkern bis hin zum Bettkasten - und gefertigt wird ausschließlich im kleinen Dorf Winnweiler, etwa eine Autostunde von Frankfurt entfernt.
Dorthin haben wir am letzten Tag in Frankfurt noch einen Abstecher gemacht. Dort hat uns die Chefin persönlich durch die Produktion geführt und uns gezeigt, was diese Betten so besonders macht. Ich fasse zusammen: viel Liebe zum Detail, keine giftigen Klebstoffe und sehr, sehr viele Arbeitsstunden.
Bei Schramm ist alles noch echte Handarbeit - jede Feder der Federkernmatratzen wird hier einzeln vernäht und später...
... in der weiteren Produktion zu einer individuell anpassbaren Matratze zusammengefügt.  [Fotos aus der Produktion: Schramm]
Im Showroom durften wir uns dann erstmal in die Betten werfen und herumkuscheln. Ich hatte es ja vorher nicht für möglich gehalten, dass ich einen großen Unterschied merken würde, aber tatsächlich: diese Matratzen sind schon eine Klasse für sich. Es liegt sich ein bisschen wie auf Wolken. Nachdem wir uns dann wieder aufgerafft hatten (was wirklich nicht leicht war!) ging es noch in die Bettenausstellung. Besonders gut hat mir dort das Bett "Someday" aus der "Pure Beds" Kollektion. Es ist nach einem Entwurf der jungen Designerin Hanne Willmann gefertigt und mir gefällt das Schlichte in Kombination mit den herausstehenden Holzdetails sehr, sehr gut.
... ach someday, liebes "Someday". Du würdest dich hier gut machen. Finde ich. Aber nun gut. Nach der Besichtigung bei Schramm ging es dann auch schon wieder zum Bahnhof. Destination: Kiel! Und dort bin ich dann nach weiteren fünf Stunden Fahrt wieder in mein eigenes Bett geplumpst und habe festgestellt: wenn man so richtig müde ist, dann ist auch egal woher das Bett kommt.

Ich sage an dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das tolle Team vom Radisson Blu, der WohnIdee und Visumate für die tollen Tage in Frankfurt und die liebe Einladung!


Frühlingshaftes Kokedama | 1000 Gute Gründe für den Frühling

Hallo und Moin Moin,

Juchhu, endlich kann ich damit rausrücken, was ich zusammen mit „1000 Gute Gründe“ in der Kreativwerkstatt von Bloom’s in Minden zaubern durfte. Zusammen mit der lieben Julia von Mammilade war ich nämlich vor ein paar Wochen dazu eingeladen, ein paar frühlingshafte DIY-Ideen zu entwickeln und bin ein bisschen stolz drauf, was dabei schönes rausgekommen ist. Heute gibt’s erstmal die erste Idee für euch: Frühlingshafte Kokedamas! [Kooperation]
Die moderne Interpretation dieses japanischen Klassikers sieht man ja momentan ziemlich häufig – meistens in der Kombination mit Sukkulenten oder Grünpflanzen, wie dem Asparagus. Als die Anfrage von 1000 Gute Gründe kam, wusste ich ziemlich schnell, dass ich diesen Trend mit Frühlingsblumen umsetzen möchte.
Die Basis für diese DIY-Idee kommt, wie bereits erwähnt, aus Japan und hat dort bereits eine jahrhundertelange Tradition. „Kokedama“ nennt man diese Technik Pflanzen einzuwickeln. Das bedeutet „Moosball“ und war ursprünglich als der „Bonsai der armen Leute“ bekannt. Man umwickelte einfach die Wurzeln von kleinen Bäumen und anderen Pflanzen mit etwas Erde, Moos und Draht und legte das Gebilde in eine Schale. In ihrer modernen Form werden sie inzwischen einfach an einem Bindfaden aufgehängt – und das steht ihnen ziemlich gut!

Ich muss ja sagen, dass ich besonders vor diesem DIY ziemliches Muffensausen hatte. Natürlich schaut man sich im Vorfeld mal an, wie so ein Kokedama gemacht wird (und überall heißt es auch, dass es super easy ist), aber es dann wirklich zu machen ist dann doch noch mal ein anderer Schnack. Aber wer jetzt (wie ich) denkt, dass das bestimmt ganz kompliziert ist, wird jetzt mal eben vom Gegenteil überzeugt. Es geht nämlich ratzfatz, ist ganz einfach und kann ganz wunderbar in der Wohnung oder aber auch auf dem Balkon aufgehängt werden.

Wen ich jetzt schon in Bastellaune gebracht habe, der sollte schnell in den nächstbesten Gartenfachmarkt fahren und sich die folgenden Dinge besorgen:

Blumenerde
Bonsaierde
Paketband oder bunte Schnur
Moos
Frühlingsblumen (hier: Hyazinthe, Bellis und Primeln)
Handschuhe
Wasser
Eine Schale

Dann muss man sich ein Plätzchen suchen, an dem man nach Lust und Laune ein bisschen rumsauen kann. Wir machen nämlich erstmal in unserer Schale eine schöne Matschepampe aus ca. ½ Bonsai- und ½ Blumenerde. Die sollte schön bapsig werden, sodass dich daraus gut drei Bälle mit einem Durchmesser von circa 15 Zentimetern formen lassen.
Bilder "1000 Gute Gründe"
Anschließend werden die Wurzeln der Pflanzen von ihrer Erde aus dem Topf befreit und mit etwas Moos und Paketband umwickelt. Dieses kleine Wurzelpaket kann dann kurz in Wasser getränkt werden, damit die Pflanze noch mal einen großen Schluck trinken kann.
Bilder "1000 Gute Gründe"
Derweil mit etwas Fingerspitzengefühl ein kleines Loch in die Erdkugeln picken, in das man das Wurzelpaket einlassen kann. Den Wurzelballen aus dem Wasser nehmen und kurz abtrocknen. Dann in das Loch hineindrücken und unschließend etwas festdrücken. Bei Bedarf die Kugel noch einmal etwas in Form pressen.
Jetzt bekommt die Kugel einen kleinen Mantel – nicht gegen die Kälte, sondern damit die Erde nicht bröseln kann. Dazu ein Stück Moos auswählen, dass die Kugel möglichst vollständig bedeckt. Dazu kann das Moos ruhig  etwas in Form gezupft werden.
Bilder "1000 Gute Gründe"
Wenn die Erde vollständig bedeckt ist, das Moos noch einmal etwas andrücken und mit dem Umwickeln beginnen. Dabei fühlt man sich im ersten Moment, als hätte man eine Hand zu wenig, aber sobald man  die Kugel 1-2 Mal mit dem Paketband umwickelt hat, geht es sehr viel leichter. Die Kugel so lange stramm umwickeln, dass das Moos nicht mehr abfallen kann. Wer farbige Akzente setzen möchte, kann das Paketband auch durch eine bunte Schnur oder ähnliches ersetzen. Hier ist alles erlaubt!
Wichtig ist nur, dass die Enden so lang bleiben, dass das Kokedama am Ende daran aufgehängt werden kann.
Bilder "1000 Gute Gründe"

Jetzt nur noch ein hübsches Plätzchen suchen, angucken und freuen! Viel Spaß beim Nachbasteln! Ich hoffe euch macht das Nachbasteln genauso viel Freude wie mir. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die Einladung an "1000 Gute Gründe" und Bloom's! Es war mir eine Ehre :)









Zurück nach Südafrika - Teil 4: Ein Zelt irgendwo im Nirgendwo

Juchhu schon wieder Donnerstag und langsam wird es irgendwie zur Tradition, das hier immer Donnerstags schlechtes Wetter ist. Während vor meinem Fenster gerade die Welt untergeht, nehme ich euch doch umso lieber mit zurück nach Südafrika. Diesmal geht's irgendwo in die Wildnis, etwa 50 km westlich von Port Elisabeth. Dort stehen im Amakhala Game Reserve drei Zelte mitten im Nirgendwo und erinnern daran, wie die Leute um 1920 herum wohl Südafrika erkundet haben. Kommt mit ins Quatermain's 1920's Safari Camp!
Die Idee für dieses besondere Safari Camp kam Gründer Riaan Brand während einer Zeit, als er selbst noch Safaris in einem anderen Game Reserve fuhr. Die Menschen waren eigentlich durchweg begeistert von den Safaris an sich, bemängelten aber, dass das Safarifeeling endete sobald sie zurück in ihre Lodges kamen. Dort war dann wieder Zivilisation pur: Klimaanlage, Pool und Elektrizität. Und so beschloss Riaan sein eigenes Camp zu gründen, dass genau dieses naturnahe Gefühl vermitteln sollte, was viele Menschen so vermissten. 

Noch während der Konzeption lernte er seine heutige Frau kennen, die ebenfalls als Rangerin tätig war. Auch sie war begeistert von der Idee und so wurde alles angeleiert, um ein eigenes Camp zu gründen. Das erste Zelt wurde gebaut, die ersten Gäste kamen und schnell war klar, dass mehr Zelte nötig sein würden, um den Andrang an neuen Gästen bewältigen zu können. 

Heute besteht das Camp aus drei Zelten mit je zwei Betten, einer kleinen Dusche und Toilette, einem großen überdachten Essbereich mit Feuerstelle und einem kleinen Haus, in dem gekocht wird. Riaan wohnt mit Kind und Kegel nur ein paar hundert Meter vom Camp entfernt. Früher haben er und seine Frau noch die Safaris gemacht, inzwischen haben sie ein Team aus vier Rangern und kümmern sich selbst um Buchhaltung und andere Dinge, besonders Riaan schaut abends aber gern nochmal auf ein Bierchen vorbei und plaudert eine Runde mit den Gästen.
Da das Camp mitten im Game Reserve liegt, kann es schon mal passieren, dass plötzlich eine kleine Antilope auf dem Weg steht. Wer jetzt aber Angst vor Löwen und Co hat, braucht sich keine Sorgen machen - das Quatermain's Camp liegt in einem Teil des Parks, in dem es keine Raubtiere gibt. 

Schon Beim ankommen gibt es das erste Safarifeeling - das Auto wird abgestellt, die Taschen umgeladen und es geht mit dem Land Rover weiter. Eingehüllt von rotem Staub geht es durch einen kleinen Teil des Parks über eine ziemliche Hoppelpiste zum Camp. Nach etwas Zeit zum ausschnaufen und einem schnellen Snack geht's dann auch schon auf die allererste Safari.
Das Camp hat das große Glück, dass es quasi auf der Grenze zwischen zwei Game Reserves liegt. Dem wohl bekanntesten Park Shamwari (der inzwischen übrigens dem Scheich von Dubai gehört - man munkelt aber, dass er das gar nicht mehr auf'm Zettel hat) und dem Amakhala Game Reserve, das etwas kleiner ist. So bekommt man in den insgesamt vier Safaris viel Natur zu sehen und hat nicht das Gefühl immerzu die selbe Strecke abzuklappern. Und so gab es auch unglaublich viele Tiere zu sehen. Vom faulenzenden Geparden, über verliebte Löwen bis hin zu riesigen Elefanten im Morgengrauen.
Ich muss ja sagen, wenn so ein Löwe dann direkt neben dem Auto entlangspaziert, geht einem schon ziemlich doll die Pumpe. Da kann man mir noch so oft sagen, dass noch nie etwas passiert sei, allein zu wissen, dass dieses Tier bei einem binnen Sekunden das Licht ausknipsen könnte - wuah. Aber wunderschön anzusehen sind sie allemal. Und wenn der Löwe schon ein Zebra hat, muss man sich auch fast keine Sorgen mehr machen.
Und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt - morgens gibt es Kaffee und ein leckeres Frühstück, Mittags einen kleinen Snack, auf den Safaris ein Picknick und Abends leckeres Essen vom Lagerfeuer. Wir hatten Kudu-Eintopf am ersten Abend und am zweiten Tag ein Braai - also einen traditionellen südafrikanischen Grillabend. Immer dabei: Die beiden Lagerhunde auf der Jagd nach Pavianen und natürlich der Ranger des Tages, der Abends noch etwas aus dem Nähkästchen plaudert. 
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Erzählungen von unserem Ranger Lunghi. Er hat vieles über die Natur von seiner Großmutter gelernt und, bevor er angefangen hat als Ranger zu arbeiten,  hat er im Shamwari Reserve die Nashörner vor Wilderern beschützt und ist ihnen in seinen Schichten Tag und Nacht nicht mehr von der Seite gewichen und hat dabei so einiges erlebt.
Während man so isst und plaudert verschwindet langsam die Sonne und die Nacht bricht über das Camp herein. Mit Öllampe geht es dann durch den Busch zurück zum Zelt - immer auf der Ausschau nach Schlangen, die auf dem Weg rumliegen könnten. Nachts ist es im Camp dann so dunkel, dass man den wohl schönsten Sternenhimmel überhaupt sehen kann, während irgendwo in der Ferne die Löwen brüllen und die Grillen um einen herum im Busch zirpen und um die Ecke ein paar verrückte Paviane gröhlen. Ich würde sagen: Riaan hat genau das geschaffen, wovon er geträumt hat. Es war wirklich ganz wunderbar. Hach, ich will zurück!