Herbststurm an der Ostsee


Letzte Woche war ich mal wieder für ein paar Tage in Ahrenshoop und auch wenn ich jetzt schon zum vierten Mal dort war, werd' ich diesem Fleckchen Erde nicht überdrüssig. Im letzen Jahr waren es konstant über 20 Grad, ich lag am Strand und kam braungebrannt zurück nach Kiel. Und dieses Jahr? Hebst pur, inklusive dem ersten Herbststurm mit dem Namen Sebastian, der 2/3 des Aufenthalts mein Haarstyling übernommen hat.


Meine Großeltern haben auf Sylt gelebt - von daher war ich als Kind immer viel am Meer unterwegs und natürlich haben wir es uns selten entgehen lassen an der Promenade zu stehen, wenn der erste Herbststurm kam. Dementsprechend bin ich - auch wenn es mit bis zu 120 kmh pustete - glücklich am Strand entlanggehüpft und habe erst danach gemerkt wie nass und voller Sand ich eigentlich war. Bilder gibt's davon keine - das hätte die Kamera nicht überlebt.


Die Nachwehen des Sturms haben dafür am Tag darauf Kiter und Surfer auf's Wasser gelockt, die nur so über die Ostsee, die aussah wie die Nordsee, geflogen sind. Ich frage mich beim Zusehen ja immer, ob das eigentlich das ultimative Gefühl von Freiheit ist, wenn man sich da so über das Wasser tragen lässt.


Und dann bot sich auch noch dieses Naturschauspiel - die Regenwand ist binnen Minuten auf den Strand zugerollt und hat dabei ausgesehen, als würde gleich irgendwas aus dem All auf der Erde landen wollen. Dazu eine Druckwelle von Wind voraus und das Passeln des Regens auf dem Wasser. Wahnsinn.


Zum Abschluss dann noch ab zum Leuchtturm Darßer Ort. Dieses Mal zum ersten Mal mit dem Rad und dafür mit einer kleinen Wanderung durch's Naturschutzgebiet am Ziel. Ich liebe es, wie die Wälder hier in den Strand übergehen, die Dünen und den frischen Wind, der einem an der Spitze um die Nase pustet.


Alle Infos zum Hotel und meine liebsten Wanderrungen habe ich euch hier vor ein paar Jahren schonmal aufgeschrieben. Und für's nächste Jahr ist auch schon gebucht. Mal schauen ob's dann Regen, Sonne, Sturm, Hebst oder Sommer gibt. Bis dahin denk ich mich zurück an den Strand und in diesen Sturm...




Kommentare :

  1. Was für schöne Bilder! Direkt Fernweh hier bei meinem schnellen Frühstück am Bildschirm im Büro...

    AntwortenLöschen
  2. Oh, die Bilder sind aber sehr beeindruckend! Aber das liebe ich so sehr am Meer - erst sieht es nach dem nahenden Weltuntergang aus und im nächsten Moment ist es wieder der friedlichste Ort auf Erden.
    Und das gleiche frage ich mich übrigens auch immer, wenn ich Kitesurfer sehe. Ich könnte denen ja stundenlang zuschauen.

    Liebe Grüße
    Chrissie

    AntwortenLöschen