IKEA Hack - Satztische im Altholz-Look

Moin, lange hat's gedauert, oft wurde nachgefragt und hier ist es endlich: das DIY zu meinen Couchtischen!
Die Couchtischsuche war hier wirklich ein Dilemma. Vieles, was ich schön fand, war schlichtweg unpraktisch oder nicht robust genug. Die schönen robusteren Tische aus schickem Eichenholz waren allerdings ein wenig (sehr!) über'm Budget. Und wer schonmal umgezogen ist, der weiß, dass das Budget ganz schnell immer kleiner wird. Ich bin schließlich bei Pinterest über einen Ikea-Hack gestolpert, den ich euch jetzt mal zeigen will. Ausgangspunkt sind die Satztische Vittjsö von Ikea (wobei ich sagen muss, dass sich grundsätzlich alles aus der Serie perfekt für einen ähnlichen Ikea-Hack eignet), denen ich eine schicke Holzplatte anstatt der serienmäßigen Glasplatte verpasst habe.


Ihr braucht dafür:

- Satztische Vittsjö von IKEA in weiß oder schwarz
- Schalholz
- eine zugeschnittene Schichtholzplatte
- eine Holzleiste
- Schrauben
- Einen Akkuschrauber
- eine Bohrmaschine oder einen Handbohrer
- Schleifpapier (Von sehr grob bis ganz fein)
- einen Schwingschleifer
- Möbelöl/Walnussöl

Erstmal auf zu IKEA. Für knapp 60 Euro bekommt man da die Tische im Zweierpack. Sie sind super leicht aufzubauen, sodass es nach dem Ausmessen direkt weiter zum Baumarkt gehen kann. Dort ist die Auswahl erstmal riesig, aber mit einem geschulten Auge oder einem netten Mitarbeiter and der Hand findet man sich schnell zurecht. In den meisten Baumärkten, kann man sich seine Hölzer direkt auf die gewünschten Längen zuschneiden lassen, das spart einem zuhause lästige Arbeit mit der Stichsäge.  
Ich habe mich für Schalholz entschieden, dass 10cm breit ist. Man kann aber durchaus andere Hölzer nehmen (z.B. dreifach gehobeltes Holz, bei dem man sich das viele Schleifen sparen kann) oder sich für eine ebene Oberfläche einfach Leimholzplatten zuschneiden lassen. Wichtig ist, dass die Platten am Ende folgende Größen haben:

Großer Tisch: 90cm x 4.5cm
Kleiner Tisch: 50cm x 50cm
Bodenplatte: 41cm x 80cm

Wenn man die Tischplatte aus einzelnen Holzlatten baut, müssen diese noch mit einer einfachen Holzlatte verschraubt werden. Diese kann man sich direkt im Baumarkt auf 2x 37cm und 2x 43cm zuschneiden lassen. 
Zuhause dann die Bretter so anordnen, dass die schöne Seite oben liegt und schauen wie die Bretter gut zusammen aussehen. Astlöcher und unebene Stellen zum Beispiel eher als Rückseite nehmen. Wenn alles so aussieht, wie es soll, dann werden die Bretter umgedreht. Dann die Leisten auflegen und vorbohren, anschließend fest verschrauben. Jetzt sind die Platten soweit schonmal fertig!


Nun muss das Ganze nur noch geschliffen und geölt, gebeizt oder lasiert werden wie es euch gefällt. Für ersteres habe ich mit einem Schwingschleifer gearbeitet, der einem eine Menge Zeit spart (sollte man aber möglichst in einer Mietwerksatt oder - wie ich - bei den Eltern auf'm Dorf machen, sonst verscherzt man es sich schnell mal mit den Nachbarn). Als erstes das Holz mit sehr grobem Schleifpapier bearbeiten, um Unebenheiten anzugleichen, dann schrittweise immer feineres Schleifpapier benutzen. Zwischen den einzelnen Schleifschritten immer mal mit einem feuchten Lampen über die Bretter wischen und kurz trocknen lassen - so stellen sich die feinen Holzfasern nochmal auf und das Schleifergebnis wird besser. 
Zum Schluss habe ich das Holz noch ein klein wenig gebeizt und anschließend mit Walnussöl eingeölt, damit es von der Färbung her wärmer wird und besser zu meinem Dielenboden passt. Wenn man die weiße Variante des Tisches nimmt, kann man das Holz aber auch weiß lasieren. Ganz wie es einem gefällt.



Befestigen kann man die Holzplatten dann ganz einfach mit kleinen Metallschellen, die man über die Halterungen für die Glasplatten legt und links und rechts an der Holzplatte festschraubt. So wackelt am Ende auch nichts mehr und ihr habt zwei super schicke und stabile Couchtische, auf denen man auch tanzen könnte, wenn man denn wollte. Und so sieht das Ganze dann am Ende aus:




Viel Spaß beim Nachbauen & bis bald :)

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