Winter Wonderland im Småland


Oh was war das schön letzte Woche in Schweden. Ich durfte für visitSmåland auf Pressereise durch Schweden fahren und wurde vom großen Schnee überrascht. Von dem war nämlich in keiner Vorhersage die Rede! [Pressereise/Werbung]




Das Schöne, wenn man von Kiel aus nach Schweden fährt, ist ja, dass man von hier aus einfach die Fähre Stena Line nehmen kann. Zu der kann ich von zuhause aus ganz einfach hinlaufen und schwupps, bin ich an Bord. Dann noch einmal Schlafen und schon wacht man in Schweden auf. Das habe ich vor zwei Jahren schonmal gemacht - wie schön allein schon so ein Kurztrip nach Schweden sein kann, lest ihr hier.


Also bin ich vorletzten Montag mit meinem Koffer einmal quer durch ekligen Schneeregenmatsch in Kiel gelaufen und kam völlig durchnässt auf dem Schiff an. Ab in die Kabine, trockene Sachen an und schnell mit einem kleinen Glögg-chen aufgewärmt. Das Highlight der Überfahrt war übrigens der Bingo-Abend und das Music-Quiz, bei dem ich am Ende mit einer XXL-Packung Toffifee und einer Buddel Sekt (die ich anschließend eine Woche durch Schweden getragen habe) als glücklicher Sieger in die Kabine zurückgekehrt bin.

Am nächsten Morgen in Göteborg dann die große Überraschung: alles weiß! Alles! Und das änderte sich auch nicht, als es dann mit dem Auto quer durch Schweden in Richtung Kalmar ging. Das war nämlich der erste Stopp auf der Reise. Weil es dort aber gerade keinen Schnee gab, erzähle ich euch von der Stadt ein andern Mal. ;-)


Schnee gab es erst zwei Tage später wieder auf dem Weg ins Glasreich - noch so ein Stop, der zu einem anderen Zeitpunkt einen ausführlicheren Artikel verdient. Dort habe ich nämlich das Glaswerk von Skruf besucht und es war unglaublich spannend. Ich durfte mich sogar auch mal im Glasblasen ausprobieren. Lief so mittel-gut.


Aber zurück zum Schnee! ES. WAR. SO. SCHÖN! Ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr rausgekommen. Alle Straßen waren gesäumt von riesigen Tannen, auf denen der Schnee lag und überall guckten kleine, rote Holzhäuser mit leuchtenden Sternen in den Fenstern aus dem Weiß heraus. Und eins davon war meins!

 

Denn in Kosta durfte ich in einer der Lodges von KostaLodge übernachten. Einer kleinen, roten Holzhütte am See. Und kaum war das ganze Geraffel aus dem Auto in die Hütte gezogen, fing es auch noch wie verrückt an zu schneien. Hach. Geht's besser?


JA! Geht es. Diese Reise hat mir wirklich einiges an Emotionen abverlangt, denn ich hab irgendwie nur noch gejuchzt, als es dann nach Vimmerby ging. Da stand es nämlich im Schnee: das hübsche, kleine Elternhaus von Astrid Lindgren. Der Ort, der sie zu so vielen Geschichten meiner Kindheit inspiriert hat. Im Haus war alles so eingerichtet, wie die Familie dort in Astrids Kindheit noch Weihnachten gefeiert hat. Man durfte aber leider keine Bilder machen.


Das Haus wird übrigens noch immer von der Familie bewohnt, wenn die in Vimmerby vorbeischauen. Daher ist nur ein kleiner Teil für Besucher zugänglich.

Anschließend ging es dann zum letzten Stop auf der Reise durch das schöne Småland auf den Bio-Hof Ingebo Hagar, der am Rande Vimmerbys in einem kleinen Waldstück liegt. Der Hof wird seit etwa 20 Jahren von Kristina bewirtschaftet, deren Familie der Hof und das Land drum herum bereits seit 400 Jahren gehört. Zu Anfangszeiten lebte sie hier vom Holzverkauf aus dem angrenzenden Wald und einer Schafzucht. Inzwischen macht auch der Tourismus auf ihrem Hof einen großen Teil der Einnahmen aus.

 Im Sommer können Gäste entweder im Haus "Tante Agnes" übernachten oder aber in kleinen Holzhütten, die auf dem Gelände verteilt stehen. Es gibt ein paar Linderød Schweine, noch einige Schafe, zwei Kühe und einige Gänse, Hühner und Kaninchen. Mir persönlich hat es Kater Pelle ganz besonders angetan, der mir direkt bei der ersten Begegnung auf die Schultern gehüpft ist, und sich von mir hat umhertragen lassen. Er hat übrigens sogar sein eigenes Buch!



Gerade im Frühjahr mit den ganzen kleinen Lämmern und Ferkeln ist es auf Ingebo Hagar bestimmt ganz, ganz besonders schon. Kristina hat so ein großes Herz für ihre Tiere und die Natur - und das merkt man einfach, wenn man mit ihr schnackt. Ihr ist es wichtig, dass Menschen aus der Stadt sehen, wie die Tiere gehalten werden und wie gut es ihnen einfach mit dem vielen Freiraum geht. Sie hat noch große Pläne für den Hof und ich bin gespannt, was die Zukunft für sie bringt. Hoffentlich nur Gutes!


Schweden, du warst so gut zu mir! Ein kleines Winter Wonderland, das ich in Anbetracht von 12 Grad und Sturm an Weihnachten umso mehr vermisse. Hach, da muss ich wohl nochmal zurückkommen!





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