Projekt Schrebergarten – Folge 10 | Wonnemonat Juni

[Werbung] Ach, was soll ich sagen? Ich liebe den Juni. Nicht nur, weil er mein Geburtstagsmonat ist, sondern vor allem, weil es einer meiner liebsten Monate im Garten ist. Warum? Das erzähle ich euch in der heutigen Ausgabe der Schrebergartenkolumne für 1000 gute Gründe.

Im Juni sind einfach alle Pflanzen so unglaublich knackig und machen nochmal einen richtigen Schub. Anfang des Monats standen die Lupinen in voller Pracht und jetzt, wo der Juni in den Juli übergeht, ist die Zeit von Kornblumen und rotem Mohn. Es summt und brummt an jeder Ecke im Garten und die ersten Erdbeeren sind endlich reif. Hmmmm! Für mich die schönste Zeit des Jahres.

Und schaut mal, wie unglaublich gut die Kürbisse und Zucchini aussehen, die ich Anfang des Monats auf den Kompost gepflanzt habe. Oooh, das gibt bald eine reiche Ernte!

Da ich in den letzten Monaten, bedingt durch Corona, super viel Zeit im Garten verbracht habe, ist nun alles auf einem ganz guten Stand und ich muss mich eigentlich nur noch damit befassen ein wenig Unkraut zu zupfen und den Rasen zu mähen. Nagut, und die Hecke muss ich dringend schneiden, sonst bekomme ich bald vom Verein auf den Deckel. Immerhin ist Johanni inzwischen auch rum und Wahrscheinlichkeit, dass noch Vögel in den Hecken nisten ist nun gering. Daher kann man nun wieder zu einem Formschnitt der Hecken ansetzen. Ansonsten ist hier alles sehr entspannt im Garten.

Ich bin aber irgendwie nicht der Typ, der sich, in Anbetracht von wenig Arbeit im Garten, einfach in den nächsten Liegestuhl begibt und die Füße hochlegt. Ich suche mir dann neue Projekte. So habe ich mich endlich mal mit meinen pieksenden Gartenbewohnern beschäftigt: den Rosen.

Davon haben wir hier im Garten nämlich so einige von der Vorpächterin übernommen und bisher hatte ich noch nicht die Zeit mich großartig mit ihnen zu befassen. Ich hatte damals nur den Auftrag von ihr bekommen, dass ich doch bitte den Rosenbogen über der Gartenpforte weiter fortführen soll, sie wäre da nicht mehr zu gekommen.

Wie ihr es euch vielleicht denken könnt: wir haben bisher immer noch keinen Rosenbogen. Aber inzwischen glaube ich nicht mehr, dass das an meiner schlechten Rosenpflege liegt, sondern daran, dass die dort gepflanzte Rose als Buschrose einfach schon bei ihrer maximalen Wuchshöhe angekommen ist und es einfach nicht schaffen wird, über den Torbogen zu klettern. Egal, wie viele Hilfen man ihr an die Hand gibt, sie will einfach nicht so recht – oder vielleicht hat sie auch einfach Höhenangst.

Dafür habe ich in einem der Beete eine Rose von unserer Vorpächterin gefunden, die leichte Kletterambitionen zu haben scheint. Die darf sie dort noch den Sommer über ausüben – von November bis Februar ist dann die perfekte Zeit, um sie an ihre neue Wirkungsstätte umzupflanzen.

Hier hat jemand Rosenbogenambitionen.

Jetzt hingegen ist erstmal die Zeit, um die Rosen zu düngen. Man kann hierfür auf spezielle Dünger zurückgreifen, oder aber auf Hausmittel setzen. Ein Tipp, den ich gefunden habe, ist Kaffeesatz. Davon habe ich praktischer Weise massenhaft zuhause und habe diesen getrocknet, abgefüllt und mit in den Garten genommen, wo jede Rose einen Schwups davon bekommen hat.

Der Kaffeesatz wird getrocknet und dann einfach oberflächlich in die Erde eingearbeitet. Pro Pflanze empfiehlt es sich etwa alle vier Wochen eine halbe Tasse zum Düngen zu verwenden.

Zurückgeschnitten haben wir einige Rosen hier im Garten bereits im Frühjahr, als die Forsythie geblüht hat. Das ist nämlich die beste Zeit dafür. Grundsätzlich gilt dabei: je stärker man zurückschneidet, desto kräftiger kommt die Rose zurück. Das merkt man gerade besonders bei einer Rose direkt an unserer Laube. Sie war die letzten Jahre kaum gepflegt worden, weshalb wurde sie sehr stark zurückgeschnitten, um das Totholz zu entfernen. Sie kommt nun sehr gut wieder und hat reichlich Knospen.

Diese Rose haben wir im Frühjahr komplett gestutzt, nun blüht sie wieder wunderschön.

Und jetzt, wo alle Rosen versorgt sind, ist wieder Zeit den Garten einfach zu genießen. Und so setze ich mich dann vielleicht doch einfach mal in meinen Gartenstuhl und denke auf den nächsten Projekten hier im Garten rum. Im Herbst muss zum Beispiel die Laube gestrichen werden – schwedenrot oder grau? Oder ganz anders? Ich überleg mir das im Liegestuhl bei einem Kaffee.

Damit produziere ich dann ja wieder Kaffeesatz, und über den freut sich dann der Garten. Und so ist alles wieder im Kreislauf!


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