Projekt Schrebergarten – Folge 5 | Licht und Schatten

[Werbung] So langsam arbeite ich mich im Garten von einer Ecke zur nächsten – und beim Wetter der letzten Wochen war die Wahl der zu beackernden Ecken sehr leicht: schattig mussten sie sein!

Denn in der Sonne war es oft viel zu warm und es hätte keinen Sinn gemacht dort etwas zu pflanzen. Die schönen Blumen, die mir 1000 gute Gründe auch für diese Folge zur Verfügung gestellt hat, wären bei über dreißig Grad schnell vertrocknet.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten und so habe ich mich einer Ecke meines Garten gewidmet, die mich im letzten Jahr einiges an Schweiß und Nerven gekostet hat. Ich habe nämlich vor der Laube etwas Ordnung im Beet geschaffen, nachdem ich dort letzten Sommer schon eine kleine Schattenterasse gebaut hatte.

Emotionalen Support gab’s von Elli

Damals war nämlich die Holzrampe zu unserem Werkzeugschuppen in sich zusammengebrochen und ich musste sie nach und nach abtragen. Dabei kam alles zum Vorschein, was man im Garten gern loswerden will: Plastikmüll, Glasscherben, Bauschutt und Metallstreben. Sicher verpackt unter einer Ladung morschem Holz. Leider habe ich von der Aktion keine Bilder gemacht – zu voll war mein Kopf damals mit dem “Warum tu ich mir das hier an?” Gedanken.

Kennt ihr anderen Gärtner diese Momente auch? Diese Tage, an denen man gefühlt gegen Windmühlen kämpft, keinen Fuß an Deck bekommt und am liebsten hinschmeißen würde?

Mehrere Fahrten zum Abfallwirtschaftshof später lag dort nur noch Sand und ich habe mir über die Kleinanzeigen ein paar Waschbeton-Platten organisiert, die ich vor der Laube verlegt habe. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Rückenschmerzen nach dieser Aktion, bin aber immer noch stolz wie Bolle und bin stolz dieses Projekt gewuppt zu haben.

Dort, wo jetzt die Platten liegen, war letztes Jahr nur Bauschutt. Jetzt steht Elli hier dekorativ rum.

Damit nicht nur die Terrasse schön ist, sondern auch die Beete drum herum habe ich mich nun endlich mal den Beeten drum herum gewidmet, um die Ecke komplett zu machen. Jetzt kann man sich dort auch gut man hinsetzen und die Kühle genießen.

Da es für den Halbschatten nicht allzu viele Pflanzen gibt, die üppig blühen, habe ich mir gedacht, ich bringe mal über die Färbung und Form der Blätter etwas Schwung ins Beet. Dazu habe ich mich schon vor meiner Fahrt zum Einkauf ein bisschen belesen und wusste daher ziemlich genau, was im Beet wohin kommen sollte.

Vorhanden war bereits eine große Buchsbaumkugel und eine weiß-grüne Hosta. Dazugekommen ist ein Farn für die dunkelste Ecke im Beet, verschiedene Gräser für die helleren Ecken und einige Bodendecker für die Übergänge von der Terrasse zum Beet.

Als Hingucker habe ich dann noch eine schöne Hortensie geholt, die einen schönen Kontrast zum monotonen Buchsbaum bildet. Wie man diese am besten pflegt, verrate ich euch demnächst in meinem Tipp auf der Website von 1000 gute Gründe!

Die botanische Bezeichnung für Hortensien heißt “Hydrangea” – was soviel bedeutet wie “Wasserkrug”. Ein sehr passender Name, denn die Pflanze mit den üppigen Blüten braucht sehr viel Wasser.

Im Herbst oder Frühjahr sollten die starkzehrenden Pflanzen mit speziellem Hortensien-Dünger gedüngt werden. Wer sich für seinen Garten üppige blaue Blüten wünscht, muss allerdings noch etwas mehr nachhelfen: die blauen Blüten entstehen, wenn man eine rosafarbene Hortensie einem sehr niedrigen PH-Wert aussetzt. Spezielle Mischungen für das Gießwasser sind im Gartenfachmarkt erhältlich.”

Als höchste Pflanze steht sie im Zentrum des Beetes. Die restlichen Pflanzen habe ich dann von groß in der Mitte bis eher klein am Rand in die Erde gesetzt.

Die eher großen Blätter von Elefantenfuß und Hosta werden mit einigen luftigen Gräsern aufgelockert.

Die Bodendecker am Rand des Beetes dürfen sich gern über die Begrenzung des Beetes hinaus auf den Steinen ausbreiten. So ist der Übergang vom Beton zum grünen Beet fließender.

Die unterschiedlichen Blattgrößen und Formen werden in den nächsten Wochen und Monaten dichter zusammenwachsen und bald ein schönes Gesamtbild abgeben.

Auf der anderen Seite des Weges stand bereits ein einsames hohes Gras, welches von verschiedenen anderen Gräsern Gesellschaft bekommen hat. So sieht die Ecke doch gleich komplett aus!

Und schon ist wieder eine Ecke meines Gartens schön geworden. So langsam arbeite ich mich hier durch. Und auch wenn man sich manchmal die Haare rauft und aufgeben will: am Ende des Tages macht der Garten einen dann doch unendlich glücklich.

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